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Schulgebäude von Jüngling und Hagmann in Mastrils – Graubünden/Schweiz: Technische Präzision und architektonische Sinnlichkeit zeichnen dieses Gebäude aus. Außen ästhetisch kühl und abstrakt, im Gebäudeinneren fast schon wohnlich und einer Schule bzw. einem Kindergarten mehr als angemessen. Das Gebäude befindet sich am Hang und staffelt sich dem Hangverlauf entsprechend ab.
Die Staffelung ermöglicht eine bessere Massenverteilung des Baukörpers und wirkt somit nicht zu dominant in der restlichen Umgebung. Im alpinen Raum ist es gängig, daß die Aneinanderreihung mehrerer Häuser hauptsächlich zum gegenseitigen Schutz diente, besonders in der Schweiz wegen den Lawinenabgängen. Es kann sein, daß diese Eigenschaft den Entwurf beeinflußt hat. Weiters kann die Staffelung auf die Steigerung der Klassen hindeuten, das Streben nach einer höheren Stufe wird unterstrichen. Die zurücktretenden Fensterbänder in den Seitenfassaden erstrecken sich auch bis zum Hang hin und tragen dazu bei, diese Staffelung nochmals zu verstärken. Eher mager und aussagelos wirkt die Frontfassade. Man erkennt nicht eindeutig, wo sich der eigentliche Eingang befindet. Ansonsten ist es eine gelungene Lösung für das Bauen am Hang. (Bild und Objektkommentar: Richard Glira)