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Dieser Bau befindet sich in St. Christoph am Arlberg und ist anlässlich der letzten Alpinen Skiweltmeisterschaften gebaut worden. Eigentlich hätte das Gebäude nach Abschluss der Wettkämpfe wieder abgerissen werden sollen, was dann aber doch nicht geschah. Heute dient der Bau als Mehrzweckhalle für Ausstellungen, Messen und Schauen. In einem kleinen Ort wie St. Christoph fällt ein Gebäude wie dieses sofort ins Auge. Allein die Entscheidung, schreiendes Orange mit starkem Hellblau zu kombinieren, scheint mir erklärungsbedürftig zu sein. Gerade in einer kargen Gegend wie dem Arlbergpass wirkt jeder Tropfen Farbe sehr viel stärker als beispielsweise vor der Kulisse einer großen Stadt, wo satte Farben eher von der Masse verschiedener Farbtöne verschluckt werden. Im ländlichen Raum aber sind Farben mit Vorsicht und Sensibilität einzusetzen. Auch muss beachtet werden, dass der Schnee im Winter die Farben noch aufdringlicher wirken lässt, als das bei normalen Verhältnissen der Fall ist. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Größe des Gebäudes. Es ist im Verhältnis zu den umliegenden Häusern viel zu groß und platzgreifend. Dadurch wirkt der Bau beinahe wie ein riesiger blauer Walfisch, der irrtümlich in den Alpen gestrandet ist. Ferner strahlt der gesamte Baukörper eine sehr abweisende Haltung aus. Eine Kommunikation zwischen Innen und Außen scheint kaum möglich zu sein und wird von seiten des Gebäudes auch nicht angestrebt. Ein Teil der Front ist zwar verglast, aber das lässt das Bauwerk kein bisschen offener erscheinen. Es wirkt distanziert und gleichgültig. (Objektkommentar und Bild: Sarah Eiter)