< Übersicht




Dieses Gebäude ist das Vereinshaus des Blasmusikvereins in Batschuns (Vorarlberg). Es ist zum größten Teil aus Holz, was typisch für die aktuelle Vorarlberger Architektur ist. Ebenso charakteristisch ist die Reduziertheit auf grundlegende geometrische Formen, in erster Linie Würfel und Quader. Das Musikhaus weist zwar alle diese Merkmale auf, ist aber von meinem ästhetischen Standpunkt aus gesehen zu willkürlich gestaltet, als dass es schön wirken könnte. Die rechteckigen Erker scheinen konzeptlos aus der glatten Außenwand herauszutreten und muten wie ein Fremdkörper an. Dazu kommt, dass die Holzfassade aus Platten besteht und nicht aus Leisten. Platten erzeugen automatisch den Eindruck von Verpanzerung, Abschottung und Kühle, während korrekt eingesetzte Leisten die Fassade offener und durchlässiger erscheinen lassen. Die Witterung hat dem Bau geschadet und ihn nicht reifen lassen, wie das beispielsweise oft bei alten Bauernhäusern der Fall ist. Das Holz ist durch den sauren Regen grau und fleckig geworden. Unter den vorstehenden Erkern hat sich die Originalfarbe erhalten, was dem ganzen Bau ein sehr ungepflegtes Aussehen verleiht. (Objektkommentar und Bilder: Sarah Eiter)