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Es handelt sich hier um ein Wohnhaus in Alberschwende, Vorarlberg. Das Gebäude präsentiert sich als Kubus, wobei das Untergeschoss in Beton und die beiden Obergeschosse in Holz ausgeführt sind. Auffällig ist die fast komplette Geschlossenheit des Wohnhauses zur Straße hin. Lediglich ein schmaler Fensterschlitz im Untergeschoss bildet die einzige Öffnung auf dieser Seite. Mit diesem Gebäude wird versucht, ein Spiel zwischen offenen und geschlossenen Flächen zu spielen, im zweiten Obergeschoss kann das Vorhandensein einer Terrasse vermutet werden. Dieses Spiel zwischen Offen- und Geschlossenheit misslingt aber vollkommen. Die Öffnungen wirken wie zufällig auf die Außenflächen verteilt beziehungsweise wie in die Hülle des Gebäudes "hineingeschossen". Die Proportionsunterschiede zwischen kleineren und größeren Fenster- und Türöffnungen erscheinen mir zu groß. Zudem wirkt das Gebäude so, als würde nichts zusammen passen. Der Erker, welcher aus einem dritten Material besteht, wahrscheinlich aus Blech, wirkt wie auf das Gebäude hinaufgeklebt und bildet keine formale Einheit mit dem Rest des Wohnhauses. Auch die Materialität, insbesondere das Holz, erweckt einen Eindruck der Schäbigkeit. Das Gebäude integriert sich weder in die Umgebung noch bildet der Entwurf ein von der Nachbarschaft gerne gesehenes Objekt. (Objektkommentar und Foto: Gisela Egger)