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Das Fernheizwerk befindet sich in Sexten/Südtirol. Das Bauwerk ist am Eingang des Dorfes situiert, auf einem nahezu ebenen Grundstück, das an der Vorderseite vom Bach und an der hinteren Seite von einem ansteigenden bewaldeten Hang eingegrenzt ist. Das Beeindruckendste an diesem Bau ist die Tatsache, dass es hervorragend gelungen ist, das Fernheizwerk so aussehen zu lassen, als sei es gar kein Industriebau. Es gibt hier keine "typische" Industriehalle aus Beton oder Stahlelementen. Das Fernheizwerk ist kein anonymer, rein funktionalistischer Fremdkörper, der in die Natur gesetzt wird, ohne diese zu respektieren, sondern besteht aus zwei dynamischen Baukörpern, die sich wie zwei Holzskulpturen auf harmonische Art und Weise in die Landschaft integrieren. Die Materialsprache ist einfach und klar. Durch die Verkleidung mit Holzleisten geht das Bauwerk einen Dialog mit der Natur ein und verschmilzt sozusagen mit der Umgebung. Die Gebäude sind schlicht, sie wollen sich nicht behaupten oder durchsetzen beziehungsweise die Natur übertrumpfen. An jenen Stellen, an denen sich Fenster befinden, werden die Holzleisten weitergeführt; es wird lediglich jede zweite Holzleiste ausgelassen. Dies trägt dazu bei, dass die Baukörper durch die Fenster nicht zu sehr durchbrochen werden und dass die Einheitlichkeit der "Holzskulpturen" gewahrt wird. (Objektkommentar und Bild: Alessio Perfetti)