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Therme Vals, Graubünden
Im hintersten Valsertal, auf gut 1200m liegt die Therme, die, wie das Kunsthaus in Bregenz, von Architekt Peter Zumthor geplant wurde. Das Gebiet um Vals ist geprägt von Alpweiden und vor allem Fels und Eis. Der Bau, der die natürlichen Einflüsse wohl optimal in sich aufnimmt, besteht aus Valser Gneis. Ein riesiger Steinblock ist in seiner Schwere aufgelöst in Schichten, gleich einem natürlichen Felsaufbau. Wo er aus dem Hang herausragt, ist er präzise geschnitten und durchlöchert. So entsteht eine intensive Beziehung zu den Innenräumen, besser: Hohlräumen. Die Formensprache im Bad erinnert an wassergefüllte Berghöhlen. Die Außenflächen kommen ganz ohne Ornamentik aus. Ihre Schlichtheit ist dem des Bergbades angemessen. Konsequentere Beispiele autochthoner Architektur sind wohl nur sehr schwer zu finden. Der Bau, der vornehmlich aus Beton, diesem steinigen Material und Valser Gneis besteht, nimmt die Natur als Lehrmeisterin ernst. Beinahe einzig die klar geometrische Formgebung lässt den Monolith als menschliches Werk erkennen. (Objektkommentar: Josef Frick; Bild: Roland Zumbühl)