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Günther Domenigs "Steinhaus" in Steindorf (Ossiachersee/Kärnten) ist ein extrem technoide Gebäude, das mit seinen metallenen, Mikado-artig angeordneten Bauteilen an die Cockpits von Stealth-Bombern und in seiner Gesamtheit an eine Weltraumstation erinnert. Es ist von einem Kraftüberschuß, der sich kaum bändigen läßt. In seiner futuristischen Dynamik wirkt es wie die Momentaufnahme einer von innen erfolgenden Explosion. Dennoch wird es formal von einer konzentrischen Kraft zusammen- und im Gleichgewicht gehalten. Wie die Steinbeete zeigen, wird Natur konsequent ausgesperrt. Auch gegen das Ambiente setzt sich der Bau radikal ab. Die grüne, liebliche Kärntner Hügellandschaft ist freilich nicht der Resonanzraum, den dieser Kraftbau benötigt. Vor dem Hintergrund eines Steinbruchs oder in einer kargen Wüstenlandschaft wäre er glaubwürdiger. (Objektkommentar Elmar Waibl; Fotos: Viennaslide)