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Die Reihe cineφil des Instituts für Philosophie widmet sich in Kooperation mit dem Leokino Filmen, die zu philosophischen Reflexionen herausfordern.

Nächster Termin: Mittwoch, 20. April 2016, 20:00 Uhr

FUTURE BABY


Bild: www.futurebaby.at

Mittwoch, 20. April, 20:00 Uhr
Leokino, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck
 

FUTURE BABY beleuchtet das komplexe Feld medizinisch-technisierter Geburtenkontrolle aus unterschiedlichen Perspektiven. Rund um den Globus besucht Maria Arlamovsky MedizinerInnen, WissenschafterInnen und TechnikerInnen in Kliniken und sterilen Laboratorien, begleitet Paare mit Kinderwunsch, Eizellenspenderinnen und Leihmütter zu Untersuchungen und Eingriffen. Sie lässt BefürworterInnen und SkeptikerInnen zu Wort kommen und spricht mit der ersten Generation künstlich gezeugter Kinder. In diesem polyphonen Mosaik entfaltet sich die Ambivalenz der revolutionären Technologien und Verfahren, deren Konsequenzen wie auch ethische und juristische Grenzen (noch) nicht eindeutig sind und heftig debattiert werden: Wie weit soll und darf die Natur manipuliert werden? (Filmbeschreibung von www.futurebaby.at)

Am Anschluss findet ein Gespräch mit der Regisseurin Maria Arlamovsky, Dr. Irene Berkel und der Philosophin Prof. Dr. Anne Siegetsleitner statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.futurebaby.at

 

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Minority Report (englische Originalfassung)


MinorityReportBild
Foto: Henry Herkula, flickr.com (Lizenz: CC-BY-SA 2.0 Generic). Film-Screenshot: (c) 20th Century Fox

Dienstag, 27. Jänner 2015, 17:00–20:00 Uhr
Leokino Innsbruck, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck

Der Science-Fiction-Thriller „Minority Report“ von Steven Spielberg entstand 2002. Er spielt jedoch im Jahre 2054 in Washington, D.C. 
John Anderton (Tom Cruise) arbeitet für die Abteilung Precrime der Polizei. Deren Aufgabe ist es, durch Präkognition Morde zu verhindern. Drei Precogs sind fähig, zukünftige Morde vorherzusehen. Dafür werden sie mit Medikamenten in einem Zustand zwischen Traum und Wachen gehalten. Die zukünftigen Mörder(innen) werden präventiv verhaftet und ohne Prozess in „Verwahrung“ gebracht.
Zunächst ist Precrime äußerst erfolgreich und soll im ganzen Land eingeführt werden. Doch dann findet Anderton eines Tages seinen eigenen Namen auf der Liste der zukünftigen Täter(innen). Er flieht, tauscht sogar seine Augen, um einem Iris-Scan zu umgehen, und wird unnachgiebig verfolgt. Eine Wissenschaftlerin berichtet ihm von den sogenannten „Minority Reports“, die ausgestellt werden, wenn nicht alle drei Precogs die gleichen Voraussagen treffen. Um der Verhaftung zu entgehen, muss Anderton zu den Precogs vordringen, die strengstens bewacht im Hauptquartier der Polizei versteckt liegen.
Wie nahe ist heute der Realität, was 2002 als Science-Fiction gedacht war?

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch über die aktuellen technischen Möglichkeiten, Versprechungen und Gefahren von Big Data und präventiver Kriminalitätsbekämpfung statt.

Am Podium:
- Andreas Müller (Jurist) und
- Raphael Lepuschitz (Philosoph/Netzpolitiker)

Moderation: Anne Siegetsleitner

 


Hannah Arendt

EichmannFoto: Adolf Eichmann bei seinem Prozess 1961, Israel Government Press Office

6. Mai 2014, 17:00–20:00 Uhr
Leokino Innsbruck, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck

Ihr Wort von der „Banalität des Bösen” schien Nazi-Täter zu verharm­losen, zugleich kritisierte sie jüdische Funktionäre für ihre Rolle im Holocaust. Han­nah Arendt löste damit eine heftige Debatte aus. Im Film von Marga­rethe von Trotta spielt eine atemberaubende Barbara Sukowa diese große Denkerin. Von Trotta verzichtet auf eine chronologische Erzäh­lung von Arendts Leben und fokussiert es, bis auf wenige kurze Mo­men­te, auf den Skandal rund um ihre Publikationen zum Eich­mann-Pro­zess.
Ein Prolog zeigt die Entführung des in Argentinien untergetauchten Adolf Eichmann (der im weiteren Verlauf nur in Original-Aufnahmen zu sehen ist) und die Vorbereitung des Gerichtsverfahrens. Hannah Arendt ist von der Gelegenheit fasziniert, ein Mitglied jener monströsen Machtmaschinerie näher untersuchen zu können. Sie kann die Ver­antwortlichen beim Magazin „New Yorker” von der Notwendigkeit einer Berichterstattung über das historische Ereignis überzeugen und reist zum Prozess nach Israel. Die Begegnung mit Eichmann wird zur Überraschung. Das personifizierte Böse entpuppt sich als „mittelmäßiger Bürokrat”, der sich hinter Vorschriften und Anweisungen versteckt. Ihre Eindrücke fasst sie in Reportagen zusammen, die nicht nur in den USA einen handfesten Skandal auslösen. (nach: zeit.de, filmstarts.de)

Im Anschluss an die Filmvorführung fand ein Gespräch über das banal und das radikal Böse, den Holocaust und die Person Eichmann statt.

Am Podium:
- Anne Siegetsleitner (Philosophin),
- Dirk Rupnow (Zeithistoriker) und
- Andreas Oberprantacher (Philosoph) von der Universität Innsbruck

Moderation: Marie-Luisa Frick