Das Karrieregespräch

 

Kurzinformation zum Karrieregespräch

Das Gesetz verlangt die Durchführung von Karrieregesprächen sowohl mit Universitätsassistentinnen im zeitlich
begrenzten oder provisorischen Dienstverhältnis als auch mit VertragsassistentInnen 
Karrieregespräche haben mit Universitäts- und VertragsassistentInnen mindestens alle zwei Jahre stattzufinden.
Das Gespräch muss nachweislich geführt werden. Die wesentlichen Ergebnisse des Gesprächs sind schriftlich festzuhalten.

Das Protokoll des Karrieregesprächs wird in einem verschlossenen Kuvert an die Personalabteilung weitergeleitet.
Auf dem Kuvert ist die Aufschrift "Karrieregespräch" und der Name des Wissenschaftlers/der Wissenschaftlerin zu vermerken.

 

 

Wozu Karrieregespräche?

Ab 1. Oktober 1988 haben dienstvorgesetzte Professoren/innen mit jedem/jeder Universitäts(Vertrags-)assistenten/in "nachweislich mindestens alle zwei Jahre ein Gespräch über dessen/deren berufliche Qualifikation und die Möglichkeiten einer weiteren Verwendung an der Universität" zu führen (§186 Abs 1 Z 2 BDG 1979 idF BGBl 1988/148).

 
Institutsinterne Rahmenbedingungen

Um die Orientierung der Mitarbeiter/innen in den Instituten und die Koordination untereinander zu erleichtern, sollten sowohl die kurz- und mittelfristigen Arbeitsziele des Instituts bzw. der Abteilung, als auch die Aufgabengebiete der einzelnen Mitarbeiter/innen festgelegt und institutsintern bekannt gemacht sein.


Mit wem? Wann? Auf wessen Initiative?

Das Gesetz verlangt die Durchführung von Karrieregesprächen sowohl mit Universitätsassistenten/innen im zeitlich begrenzten oder provisorischen Dienstverhältnis als auch mit Vertragsassistenten/innen. Der Vizerektor und der Personalbeirat empfehlen auch mit wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in Ausbildung und Studienassistenten/innen Gespräche zu führen.

Karrieregespräche haben mit Universitäts- und Vertragsassistenten/innen mindestens alle zwei Jahre stattzufinden. Kürzere Zeitabstände - etwa ein Jahr - sind durchaus sinnvoll. Jedenfalls werden anlässlich von Verlängerungen des/der Assistenten/in die Unterlagen von der Personalabteilung eingefordert. Es obliegt dem/der dienstvorgesetzten Professor/in rechtzeitig eine Terminvereinbarung herbeizuführen. Das schließt jedoch Initiativen von Seiten des/der Assistenten/in nicht aus.

 Hinweis: Laut Rechtsauskunft des Bundesministeriums ist bei der jährlichen Führung des Karrieregesprächs die zusätzliche Führung eines Mitarbeitergesprächs gemäß 45a BDG nicht erforderlich.


Inhalt

Karrieregespräche bieten die Chance in institutionalisierter Form mehrere Themen zum Nutzen beider Gesprächspartner/innen zu erörtern. Erstens geht es um die wechselseitige Beurteilung der Zusammenarbeit in der Vergangenheit, zweitens um die Festlegung der Aufgaben in der Zukunft und drittens - damit in engem Zusammenhang stehend - um die Förderung der beruflichen Weiterentwicklung des/der Assistenten/in als Repräsentanten/in des wissenschaftlichen Nachwuchses des Landes.

Um dieses Unterfangen zu erleichtern, hat das Büro des Vizerektors für Personal, Personal- und Organisationsentwicklung in Anlehnung an das Konzept der Wirtschaftsuniversität Wien einen kurzen  Gesprächsleitfaden   zusammengestellt. Er soll den PartnerInnen eines Karrieregesprächs als Gedächtnisstütze dienen und im Gespräch zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann das Formular für die Protokollierung der wichtigsten Gesprächsinhalte verwendet werden. Die Vorbereitung und die Protokollierung kann auch auf einer anderen Grundlage gestaltet werden. Der Vizerektor und der Personalbeirat sind jedoch der Auffassung, dass über alle in der Beilage genannten Fragen jedenfalls gesprochen werden sollte.


Dokumentation und Verwendung der Dokumentation

Das Gespräch muss  - so schreibt es das Gesetz vor - nachweislich geführt werden. Zur Erfüllung der Nachweislichkeit sind die wesentlichen Ergebnisse des Gesprächs schriftlich festzuhalten. Das Protokoll wird von den Gesprächspartnern unterschrieben. Jede/r erhält ein Exemplar zur Verwahrung.

Ohne Zustimmung des anderen darf es nur in dienstrechtlichen Verfahren - vor allem in Verfahren über die Verlängerung des Dienstverhältnisses des/der Assistenten/in - verwendet d.h.: den zuständigen Organen - wie insbesondere dem Fakultätskollegium zugänglich gemacht werden. Eine darüber hinaus gehende Verbreitung des Protokolls an Dritte ist nur bei wechselseitiger Zustimmung zulässig.

 

 

Anregungen zum Inhalt des Karrieregesprächs


Forschung

 
  • Publikationstätigkeit: Manuskripte - Fachbeiträge in Zeitschriften (z.B.: Refereed Journals, Impact bzw. Score Punkte)
    - Dissertation, Habilitationsschrift, Monographien u.a.
  • Forschungsprojekte: Leitung, Mitarbeit - interdisziplinäre Projekte u.a.
  • Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen (Einladungen zu Vorträgen, Kurzvorträge, Poster), ehrenamtliche Gutachertätigkeit für Journale
  • Besprechung von Evaluationsergebnissen und allgemeinen Zielrichtungen für die Zukunft
  • Berücksichtigung erschwerender Rahmenbedingungen: Zeit u.a.


 Lehre

 
  • Art und Umfang der Lehrtätigkeit: Lehraufträge bzw. verantwortliche Mitarbeit im ersten Dienstjahr (z.B.: Vorlesung, Seminar, Proseminar, Übung, Praktika u.a.) - interdisziplinäre Lehrveranstaltungen
  • Entwicklung von didaktischen Konzepten (neue Medien u.a.)
  • Prüfungen
  • Mitbetreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen: Umfang - Themenbereiche
  • Erstellung von Lehrbehelfen
  • Lehrtätigkeit außerhalb der Universität
  • eigene Fortbildungsaktivitäten und didaktische Ausbildungen
  • Besprechung von Evaluationsergebnissen und allgemeinen Zielrichtungen für die Zukunft
  • Berücksichtigung erschwerender Rahmenbedingungen des Lehrbetriebes: Hörsaalprobleme, Teilnehmerzahlen, fehlende Ressourcen u.a.

 
Verwaltung

 
  • Art und Umfang der administrativen Tätigkeiten im Institut: Studentenbetreuung, Bibliotheksverwaltung, EDV - Betreuung,  instituts- bzw. abteilungsspezifische Verwaltungsaufgaben
  • Mitarbeit in der universitären Selbstverwaltung (Kommissionen, Arbeitsgruppen)
  • Koordination von Kongressen und Fortbildungen
  • Mitarbeit in Standesvertretungen
  • Evaluierungsaufgaben