Projekte: Dienstreise versus Freistellung samt Konsequenzen für die Projektabrechnung

Nach Einführung der elektronischen Abläufe von Dienstreisen und Freistellungen über VIS-Online gibt es noch einige Unklarheiten, wann eine Dienstreise, und wann eine Freistellung (mit Reisekostenzuschuss) vorliegt. Wir möchten Sie daher gerne informieren

Bitte beachten Sie, dass jedenfalls spätestens am Tag des Reiseantritts ein Antrag auf Freistellung oder Dienstreise gestellt werden muss, um dem/der reisenden MitarbeiterIn (ProjektleiterIn oder ProjektmitarbeiterIn) einen ausreichenden Versicherungsschutz zusichern zu können. Ohne rechtzeitig beantragte Freistellung oder Dienstreise können keine Reisekostenzuschüsse oder Reiseabrechnungen ausgezahlt werden. Ausführliche Informationen (Definition - Beispiele - Ablauf) sind auf unserer Homepage für Sie bereitgestellt:

  Freistellung  

  Dienstreise  

Freistellungen:

Freistellungen können ausschließlich von wissenschaftlichen (Projekt-)MitarbeiterInnen beantragt werden und begründen keinen Abgeltungsanspruch. Das heißt, dass Reisekostenzuschüsse bei Freistellungen gezahlt werden können, aber nicht müssen. Soweit Zuschüsse ausbezahlt werden, richtet sich der Vergütungsanspruch selbst wie auch die Höhe der Zuschüsse ausschließlich nach der getroffenen Vereinbarung (mit der Projektleitung) und nicht nach dem Gesetz.

Diese Reisekostenzuschüsse für Projektkosten können mit dem Formular
PDF Icon Abrechnung von Reisekostenersatz im Rahmen einer Freistellung Dienstgang ausbezahlt werden.


ProjektmitarbeiterInnen mit freien Dienstverträgen können keine Freistellung oder Dienstreise über VIS-Online beantragen. Falls Reisekosten im Rahmen des Freien Dienstverhältnisses vom Projekt gezahlt werden, so können die Reisekosten mit Originalbelegen und Adjustierungsblatt direkt in der Finanzabteilung eingereicht werden. Bitte beachten Sie, dass bei der Überweisung von Reisekosten durch die Finanzabteilung die steuerlichen Grenzen eingehalten werden müssen, insbesondere wird, z.B. wenn zu viel Taggeld angegeben ist, nur der steuerfreie Teil ausbezahlt.

Dienstreisen:

Soweit Dienstreisen vor Reiseantritt über VIS-Online beantragt und bewilligt werden, besteht jedenfalls ein Vergütungsanspruch in Höhe der durch die Reisegebührenvorschrift 1955 (RGV) bzw. Betriebsvereinbarung/Richtlinie zur Abgeltung von Reisekosten vorgegebenen Gebühren. Dienstreisen können vom nichtwissenschaftlichen und (soweit es sich um eine angeordnete Reise handelt) vom wissenschaftlichen (Projekt-)Personal beantragt werden. Der Vergütungsanspruch setzt sich aus Fahrtkosten, Tagesgebühren und Nächtigungsgebühren zusammen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen gesetzlich festgelegten Mindestanspruch handelt, der auch im Projektbereich verbindlich ist.

Informationen zur Abrechnung und Tabellen zur Einreihung in die Gebührenstufen: Beamte und Vertragsbedienstete   -  Kollektivvertragliches Personal

Es besteht keine Möglichkeit, auf einzelne Posten zu verzichten! Das hat zur Folge, dass z.B. auch dann Tagesgebühren vom Projektkonto abgezogen werden müssen, wenn diese gar nicht eingereicht wurden. Soweit wissenschaftliche ProjektmitarbeiterInnen die Reise aus ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit heraus antreten und die Anwendung der RGV samt den dazugehörigen fixen Sätzen nicht gewünscht ist, handelt es sich nicht um eine Dienstreise, sondern um eine Freistellung.

Document Icon Auch zu Dienstreisen finden Sie ausführliche Informationen auf unserer Homepage.

 

 

Für weitere Fragen steht Ihnen das Reisemanagement der Personalabteilung gerne zur Verfügung.

Ansprechpartnerin in der Personalabteilung für ProjektmitarbeiterInnen der Universität Innsbruck: