Wirt­schafts­päda­gogi­scher Wissen­schaft-Pra­xis-Dia­log

Am 17. Mai fand der 13. Österreichische Wirtschaftspädagogik Kongress an der Universität Innsbruck statt. Zu diesem Ereignis kamen rund 120 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Schulen und Bildungsverwaltung zusammen, um sich über Fragen der wirtschaftsberuflichen Bildung auszutauschen.
Ergänzend zum Kongress stellten auch die wesentlichen Schulbuchverlage Ihre neuesten Produkte im Foyer der SOWI vor.
Bild: Ergänzend zum Kongress stellten auch die wesentlichen Schulbuchverlage Ihre neuesten Produkte im Foyer der SOWI vor. (Credit: Nico Schmalzl/ Wirtschaftspädagogik Innsbruck)

Die vier UniversitätsprofessorInnen der Standorte Graz, Innsbruck, Linz und WU Wien zeichneten am Vormittag des Kongresses in ihren Keynotes ein sehr breites Bild der wirtschaftspädagogischen Forschung. Es ging um Belohnungsaufschub bei ökonomischen Entscheidungen in ihrer Bedeutung für die Wirtschaftserziehung (Bettina Fuhrmann), um den Zusammenhang von materiellem Wohlstand und psychischem Wohlbefinden als Thema einer wirtschaftlichen Bildung (Georg Neuweg), um Kompetenzentwicklungsportfolios zur Begleitung Studierender (Michaela Stock) und um das ‚Skill Ecosystem’ und seine Entwicklung (Annette Ostendorf). Gerade im letztgenannten Beitrag wurde auch auf das Jubiläumsjahr der Universität Innsbruck Bezug genommen und versucht, einen Bogen der beruflichen Systemstrukturen von 1669 bis zum Zeitalter der Digitalisierung zu spannen. Am Vortag des Kongresses, der extra ins Jubiläumsjahr verlegt wurde, konnten sich die TeilnehmerInnen des Young Researcher Programms bereits durch eine Führung zur Universitätsgeschichte durch Christian Kayed erste Eindrücke zur historischen Tragweite der Universitätsgründung machen.

Den Nachmittag des Kongresses bestritten dann wirtschaftspädagogische ForscherInnen in drei parallel laufenden Programmlinien. Hier wurden vielfältige Themen wirtschaftspädagogischer Forschung aufgegriffen und aus aktuellen Projekten und Forschungsarbeiten berichtet. Der thematische Reigen erstreckte sich von lerntheoretischen über fachdidaktische und auf Schulentwicklung oder LehrerInnenbildung gerichteten Forschungsvorhaben bis hin zu strukturellen Fragen des Berufsbildungssystems. Ergänzend stellten auch die wesentlichen Schulbuchverlage Ihre neuesten Produkte im Foyer der SOWI vor.

Das Besondere am Wirtschaftspädagogik Kongress zeigte sich auch in der diesjährigen Zusammenkunft deutlich: Forschende, Betroffene und EntscheidungsträgerInnen der Berufsbildung treten in einen Austausch von Ideen und Erkenntnissen ein, um das Feld beruflicher Bildung fruchtbar weiterzuentwickeln. Insofern freuen wir uns auch bereits auf das nächste Treffen der Wipäd-Community am 17.04.2020 an der Universität Linz.

(Annette Ostendorf)

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