Wie wir 2030 be­zah­len wer­den

Am 21. März war Mag. Susanne Steidl von der Wirecard AG an der Fakultät für Betriebswirtschaft zu Gast. Die Produktverantwortliche des internationalen Finanzdienstleisters präsentierte dem zahlreich erschienenen Publikum in der SOWI-Aula ihre Vision vom digitalen Zahlungsverkehr der Zukunft.
Gruppenbild mit Susanne Steidl
Bild: v.l.: Prof. Jochen Lawrenz, Wirecard CPO Susanne Steidl, Rektor Tilmann Märk und Dekan Matthias Bank. (Credit: Uni Innsbruck)

Zur Begrüßung betonte Rektor Tilmann Märk, dass die Aula selten so voll gewesen sei und hob hervor, dass die Veranstaltung der Höhepunkt einer ganzen Reihe von hochkarätigen Vorträgen sei, die die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten im Rahmen des 350-Jahr-Jubiläums veranstalteten. Mit  Susanne Steidl begrüßte man eine sehr erfolgreiche Absolventin der Universität Innsbruck. Steidl sei als Mitglied im Vorstand eine von 27 Frauen in den 134 DAX Unternehmen. Wirecard habe, laut Märk, elektronisches Bezahlen in den letzten 20 Jahren revolutioniert. Auch die Universität Innsbruck gehe Schritte in Richtung Digitalisierung und habe mit dem Digital Science Center einen neuen Forschungsschwerpunkt gegründet, von dem auch die Studierenden profitieren könnten.

Auch Dekan Matthias Bank freute sich auf den Vortag eines Vorstandsmitglieds von einem Unternehmen, das eine hervorragende Performance hingelegt habe. Die Fakultät versuche immer wieder, den Kontakt zwischen Universität und Praxis herzustellen. Der Dekan richtete das Wort auch direkt an die Studierenden: „Die Theorie ist notwendig, um sie in der Praxis anzuwenden und die Universität Innsbruck ist hier genau der richtige Ausgangspunkt.“ Nachfolgend nahm Jochen Lawrenz vom Institut für Banken und Finanzen eine thematische Einordung des Vortragsthemas vor und hielt fest, dass die Wirecard AG ein Symbol für die Digitalisierung und Teil der Fintech-Revolution sei.

Zu Beginn ihres Vortrages zeigte sich Susanne Steidl durch den großen Andrang geehrt und bedankte sich für die Einladung an die Universität Innsbruck. Ihr Vortrag begann mit einem kurzen Abriss der Geschichte des Zahlungswesens über die letzten 8000 Jahre bis ins Jahr 2030. Laut Steidl seien die User Journeys in Zukunft mehr im Fokus. Heutzutage werden 15 bis 20 Prozent aller Zahlungen elektronisch abgewickelt, davon nur ca. 8 bis 10 Prozent vollständig digital. Laut Steidl sei man erst am Anfang der Möglichkeiten des elektronischen Zahlungsverkehrs. Die sechs globalen Megatrends in diesem Bereich seien: Cashless World, Internet Technologies, Financial Inclusion, Artificial Intelligence, Borderless Payments und Frictionless Customer Experience.

Das Ziel der Wirecard AG sei es, verschiedene Zahlungsmöglichkeiten passend zum Anlass oder der Aktivität anzubieten. Zahlungen sollten sich der Situation anpassen, in der sich die Person befindet und nicht umgekehrt. Mit kurzen Videoclips illustrierte die Vortragende die Vorhaben und bereits laufende Aktivitäten der Wirecard AG, beispielsweise Zahlung durch Gesichtserkennung in einer KFC-Filiale in China.

Elektronischen Zahlungsverkehr sieht Steidl dabei als eine Möglichkeit, die viele Geschäftsmodelle in Zukunft transformieren aber auch zerrütten kann. Die Wirecard AG sieht großes Potential für die User Journeys der Zukunft: So sollen nicht nur große Unternehmen von den zukünftigen Möglichkeiten des elektronischen Zahlungsverkehrs profitieren, sondern auch kleine Unternehmen.

(Red.)

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