Wett­bewerb für Neu­bau am Inn­rain ent­schieden

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet im Auftrag der Uni Innsbruck ein neues Lehr- und Bürogebäude am Standort Innrain 52a. Der Architekturwettbewerb ist seit kurzem abgeschlossen: Architekt Günter Mohr aus Wien setzte sich gegen 45 Einreichungen durch. Die BIG investiert rund 81,4 Millionen Euro in den Neubau.
Der geplante Neubau am Innrain
Bild: Eine Visualisierung des Siegerprojekts von Günter Mohr. (Credit: Günter Mohr)

Auf einer mittlerweile leeren Fläche – im vergangenen Jahr wurde die „Alte Chemie“ abgerissen –  zwischen Hauptgebäude und internationalem Studentenhaus entsteht ab Herbst 2020 ein moderner Gebäudekomplex für Lehre und Forschung. Durch die kompakte, hohe Bauweise wird nur rund ein Drittel der Fläche verbaut, wodurch viel Platz für Freiräume bleibt. Der Neubau mit einer Nutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern besteht aus drei unter- und fünf oberirdischen Geschoßen, die einen kompakten Sockel bilden und weiteren sechs Obergeschoßen als markanter Baukörper hin zum Innrain. „Die BIG investiert als Bauherr und Eigentümer rund 81,4 Millionen Euro in den Neubau. Nach der rund zweijährigen Planungs- und Einreichphase, ist der Baubeginn für Herbst 2020 geplant. Die Bauzeit beträgt gut eineinhalb Jahre“, sagt BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Rektor Tilman Märk ergänzt: „Die Universität Innsbruck hat was Forschung und Lehre betrifft in den vergangenen Jahren eine großartige Entwicklung genommen. Was uns aber derzeit am meisten hemmt, ist die große Raumnot. Mit dem neuen Forschungs-, Unterrichts- und Verwaltungsgebäude wird sich die Situation am Standort Innrain entspannen.“

Viel Platz für Freiräume

Das Erdgeschoß wird über den Christoph-Probst-Platz betreten. Hier befinden sich die Mensa, das Unicafé und ein kleines Museum. Außerdem erstreckt sich von hier aus das lichtdurchflutete Atrium als Herzstück des Gebäudes über den gesamten fünfgeschoßigen Sockel. Es dient nicht nur der Erschließung sondern gleichzeitig auch der Belichtung innenliegender Räume und schafft Sichtbeziehungen. In den ersten vier Obergeschoßen werden Seminarräume, Lese- und Lernzonen, die Studentenberatung, Bibliothek, Kinderbetreuung und Verwaltung untergebracht. Im vierten Obergeschoß befindet sich außerdem eine große Terrasse. In den sechs weiteren Obergeschoßen sind die Büros und Aufenthaltsbereiche der Institute angesiedelt. Zwei große Hörsäle für 600 bzw. 200 Personen erstrecken sich über das erste und zweite Untergeschoß, wobei es im ersten UG flussseitig einen direkten Zugang geben wird. Im dritten Untergeschoß wird eine Parkgarage mit 103 Stellplätzen errichtet. „Direkt am Innrain, wo zuvor die Alte Chemie stand, werden ab dem Jahr 2022 derzeit an den Stadtrand ausgesiedelte Institute ein neues Zuhause finden. Für die Studierenden werden nicht nur kürzere Wege möglich, sondern auch eine hervorragende Infrastruktur mit Hörsaal, Bibliothek, Mensa und Kinderbetreuung geschaffen. Eines der modernsten Lehr- und Lerngebäude Tirols wird errichtet, wenn der Bund über 80 Millionen Euro in diese Neubaufläche von 13.000 Quadratmetern investiert. Ich freue mich auf diese zukunftsweisende Visitenkarte für die Universitätsstadt Innsbruck und den Wissenschaftsstandort Tirol“, freut sich auch Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg. Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer sagt: „Innsbruck ist eine wichtige Universitätsstadt in Mitteleuropa. Die Universität Innsbruck stellt für die Stadt eine wichtige Partnerin bei zahlreichen Projekten dar. Aktuell befindet sich in der Tiroler Landeshauptstadt jede bzw. jeder Dritte in Ausbildung – sie alle profitieren von einer modernen Infrastruktur, die durch Projekte wie dieses kontinuierlich ausgebaut wird. Investitionen in den Bildungsstandort sind zugleich auch immer Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.“

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit, ist die Fertigstellung für das Frühjahr 2022 geplant. Danach wird das neue Lehr- und Bürogebäude technisch in Betrieb genommen und eingerichtet. Ab dem Wintersemester 2022/2023 stehen die Türen für Studierende, Lehrende und Besucher offen.

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