Vor­reiter in Sachen Klima­schutz

Die Europäische Kommission hat eine Broschüre veröffentlicht, in der sie Interreg-Projekte aus ganz Europa vorstellt, die mit ihren Aktivitäten einen maßgeblichen Beitrag zur Abwendung des Klimawandels leisten. Zu diesen Projekten gehört auch das Interreg Italien-Österreich Projekte GLISTT zur grenzüberschreitenden Gletscherüberwachung.
Satellitendaten zur Geltscherausdehnung
Bild: Vergleich der Geltscherausdehnung im Ortler/Cevedale Gebiet zwischen 1987 und 2015 auf Basis von Landsat 5 und Sentinel-2 Daten. (Credit: GLISTT)

Im November 2018 stellte die Europäische Kommission ihre strategische, langfristige Vision „Ein sauberer Planet für alle“ vor, um bis 2050 in Europa Klimaneutralität zu erreichen. Mit der Strategie soll Europa den Weg zu Klimaneutralität ebnen, indem in realistische technologische Lösungen investiert wird, die Bürgerinnen und Bürger zu Eigenverantwortung befähigt werden und Maßnahmen in wichtigen Bereichen wie beispielsweise Industriepolitik, Finanzwesen oder Forschung abgestimmt werden – während soziale Gerechtigkeit für einen fairen Übergang sichergestellt werden soll. EU-Institutionen, Unternehmen und Gesellschaften werden damit zur Zusammenarbeit an einer gerechten, wohlhabenden und klimaneutralen Wirtschaft aufgerufen. Auch die grenzüberschreitenden Interreg-Programme tragen zur Erreichung dieser Vision bei.

Um den Beitrag der Interreg-Programme aufzuzeigen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat INTERact, ein Programm der Europäischen Kommission, nun eine Broschüre veröffentlicht, in der 37 Interreg-Projekte aus ganz Europa vorgestellt werden, die einen maßgeblichen Beitrag zur Abwendung des Klimawandels leisten. In der Broschüre „Interreg addressing Climate Change: the power of cooperation for a Greener Europe“ wird auch das Projekt „GLISTT - Interregionales Gletschermonitoringkonzept für die Region Südtirol-Tirol“ vorgestellt. Die beteiligten Organisationen koordinieren einerseits die bestehenden Gletschermessprogramme in der Region und kombinieren detaillierte, direkt gemessene Daten an einzelnen Gletschern mit modernen Fernerkundungsdaten von allen Gletschern des Untersuchungsgebietes, um ein ganzheitliches Bild der aktuellen Gletscheränderungen zu erhalten. Schließlich soll durch die Integration neuartiger Satellitendaten mit hoher zeitlicher Wiederholungsrate ein operationelles Nah-Zeit-Monitoringverfahren entwickelt werden, welches kontinuierlich Daten für Entscheidungsträger und Anwender in den betroffenen Sektoren liefert. An dem Projekt unter Leitung der Universität Innsbruck sind das Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften und das Institut für Geographie beteiligt. Gefördert wird es im Interreg V-A Italien-Österreich-Programm.

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