Von Ver­sailles nach Schön­brunn – Histo­risches im Claudia­saal

Der Frankreich-Schwerpunkt und das Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) der Universität Innsbruck luden am 16. März 2017 im historischen Ambiente des Claudiasaals zu einem Vortrag des Historikers Dr. Andreas Brugger zum Thema „Von Versailles nach Schönbrunn – Kausalität in der Geschichtswissenschaft am Beispiel deutsch/österreichisch-französischer Beziehungen“.
Der Historiker Dr. Andreas Brugger im historischen Ambiente des Claudiasaals.
Bild: Der Historiker Dr. Andreas Brugger im historischen Ambiente des Claudiasaals. (Credit: Romana Kaier)

Anspruch war, einerseits die Periode vom Absolutismus des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs unter dem Blickwinkel der Beziehungen und Ereignisse zwischen den Großmächten Frankreich, Österreich und Deutschland zu beleuchten und andererseits zu illustrieren, wie die Geschichtswissenschaft Kausalität versteht und zur Analyse von Ereignisketten einsetzt.

Das Publikum bestand zum Großteil aus Studierenden der Translationswissenschaft (drei Kurse von Mag. Martina Mayer, INTRAWI), von denen etwa die Hälfte ausländische Studierende waren, die zwar die deutsche Sprache sehr gut beherrschen, für die dieser Vortrag aber vielleicht den ersten systematischen Einblick in die europäische Geschichte der letzten vier Jahrhunderte aus österreichischer Perspektive bot.

Der Vortragende, dem es gelang, fulminante Geschwindigkeit und pädagogisch perfekte Klarheit zu verbinden, sparte auch nicht mit geschichtstheoretischen Hintergründen und Fachbegriffen, wie etwa dem des „langen 19. Jahrhunderts (1789-1914)“ und des „kurzen 20. Jahrhunderts (1914-1989)“ des Historikers Eric Hobsbawm, der im Übrigen selbst ziemlich genau ein Jahrhundert lang lebte (1917-2012).

(Eva Lavric)


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