Vir­tuelle Lehrer­Innen­fort­bil­dung

Der regel­mäßig statt­findende Kurs zur Lehrer­Innen­fort­bildung und die zugehörige Führung im Archäo­logischen Univer­sitäts­museum mussten aufgrund der Maßnahmen zur Ein­dämmung der COVID-19-Pandemie heuer erstmalig vollständig virtuell abgehalten werden.
Virtuelle Führung durch das Archäologische Universitätsmuseum.
Bild: Virtuelle Museumsführung in BigBlueButton. (Credit: Florian M. Müller)

Seit einigen Jahren finden im Rahmen der Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an der Pädagogischen Hochschule Tirol regelmäßig Kurse im archäologischen Universitätsmuseum Innsbruck statt. Bei der Veranstaltung „Auf den Spuren der Antike – Möglichkeiten der Einbeziehung des Archäologischen Universitätsmuseums Innsbruck in den eigenen Unterricht“ geht es nicht nur darum, das Museum, seine Geschichte und seine Sammlungen vorzustellen, sondern dieses auch als interessanten Ort im Rahmen eines zukünftigen Besuches mit den eigenen Schülerinnen und Schülern kennenzulernen und generell das Potential archäologischer Fragestellungen in diversen Unterrichtsfächern aufzuzeigen. Das Museum wird seit einigen Jahren nämlich verstärkt für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht und speziell für Schulklassen werden eine Reihe von museumspädagogischen Workshops angeboten.

Virtuelle Museumsführung

Nachdem heuer aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie eine Veranstaltung in Präsenz nicht möglich war, wurde der Versuch gestartet, diese für die über ein Dutzend angemeldeten Lehrerinnen und Lehrer vollständig virtuell abzuhalten. Während die allgemeine Einführung in die Geschichte des Museums, die Intention seiner Gründung und der generelle Nutzen und die Aufgaben einer archäologischen Lehr- und Forschungssammlung im Rahmen eines virtuellen Vortrages problemlos erläutert werden konnten, stellte die eigentliche Führung durch die Sammlung vor größere Herausforderungen. Eine reine Aufzeichnung vorab wäre zwar möglich gewesen, hätte die wichtige Interaktion und die Möglichkeit Fragen zu stellen jedoch unmöglich gemacht.

Dank der Unterstützung durch Andreas Brigo von der Abteilung Digitale Medien und Lerntechnologien des Zentralen Informatikdiensts der Universität Innsbruck konnte eine zweckmäßige und unkomplizierte Lösung gefunden werden. Mit einem Tablet auf einem Stativ konnte die Führung live gestreamt und im Rahmen einer virtuellen Führung zu den einzelnen Exponaten der Sammlung gegangen werden. Anhand ausgewählter Objekte wurde dann deren jeweilige Bedeutung für die antike Kunst- und Kulturgeschichte sowie kunstgeschichtliche, sozialgeschichtliche, religiöse und mythologische Aspekte und Vorstellungen der Menschen der griechisch-römischen Antike erläutert.

Zum Abschluss konnten noch drei ausgewählte museumspädagogische Programme (Wie lebten Kinder und Jugendliche im alten Rom? / Die Götter Griechenlands / Auf den Spuren der Römer in Tirol), die von Lehrerinnen und Lehrern gebucht werden können, vorgestellt und über die Erfahrungen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern bei diesen Veranstaltungen berichtet werden.

Mit Improvisation gelang es auch unter diesen Rahmenbedingungen, eine Führung durch das Museum zu ermöglichen und auch neue weitere Perspektiven für die Sammlung im virtuellen Raum werden angedacht. „Ein museales Objekt als solches kann jedoch nur durch Autopsie in seiner Dreidimensionalität und räumlichen Wirkung am besten erfasst und durch persönliche Führungen erläutert werden“, führt assoz. Prof. Mag Dr. Florian Müller, der Leiter des Universitätsmuseums, an. „Wir hoffen daher darauf, die zahlreichen bereits angefragten und gebuchten Veranstaltungen und Führungen am Museum schnellstmöglich auch wieder im Präsenzbetrieb aufnehmen zu können.“

(Florian M. Müller)

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