20 Jahre Unichor: Von Chören und Königen

Zwei Jahrzehnte lang ist der Universitätschor Innsbruck nun schon fixer Bestandteil des Universitären Lebens. Zu seinem Jubiläum lud der Chor am 5. Dezember zu einem Benefizkonzert zugunsten von „Bruder und Schwester in Not“ im Kongress Innsbruck ein. Aufgeführt wurde das Stück „Le Roi David“ von A. Honegger unter der Leitung von Georg Weiß.
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Bild: Der Universitätschor feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Seit 1995 ist der Universitätschor Innsbruck, geleitet von Georg Weiß, das melodische Sprachrohr der Studierenden und repräsentiert die Universität bei allerlei kulturellen, festlichen Anlässen. Was einst als Studentenchor in der Maximilianstraße begann, hat sich zu einem Universitätschor mit vierzigköpfigem Konzertensemble bzw. hundertköpfigem Aufbauchor entwickelt – durchaus eine Herausforderung für den Probenalltag. Dort zählt für Georg Weiß vor allem eines: „Die Balance zu finden zwischen lockerer Atmosphäre“ und zielstrebigem Hinarbeiten auf die Aufführungen, auch wenn das nicht immer einfach ist. „Wichtig ist, dass die Leute den Zugang zur Musik, zur eigenen Persönlichkeit und zur eigenen Stimme finden.“ Lustig soll es laut dem Chorleiter trotzdem immer sein. Ein lockeres Zwerchfell und eine freie Kehle sind nämlich Grundvoraussetzungen, um dem großen Stück-Repertoire und dem technischen Anspruch gerecht zu werden. Immerhin singen sich hier die Studierenden durch verschiedenste Stilrichtungen, von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert.

Für den reibungslosen Ablauf des Chor- und Konzertlebens sorgt Obfrau Astrid Tischler. Seit zehn Jahren selbst Sängerin beim Chor, leitet sie nun dessen organisatorische Geschicke und war auch maßgeblich am Gelingen des letzten Projektes beteiligt: der Aufführung von Honeggers „Le Roi David“, anlässlich des zwanzigjährigen Bestehen des Chors. Das Stück erzählt die Geschichte König Davids aus der Bibel – eine bunte Mischung aus gesungenen, teilweise aber auch von Sprechern rezitierten Passagen. „Der Reinerlös des Konzertes wird Bruder und Schwester in Not gespendet“, erklärt Astrid Tischler. Das Projekt unterstützt unter anderem Frauen in Not in Uganda oder El Salvador und soll ihnen die Möglichkeit bieten, sich längerfristig selbst versorgen zu können. Zusätzliche Spenden wurden durch den Verkauf kleiner Weihnachtsleckereien erzielt, welche im Rahmen des von der Uni Big Band untermalten „After Show“-Umtrunks erstanden werden konnten. Nun folgt auf den einen „König“ aber auch schon bald der nächste. Im Jänner wird der Unichor beim Tiroler Hochschulball präsent sein, unter anderem mit Stücken des Walzerkönigs Johann Strauß.

(Julia Ecker)

Audio-Interview

 

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