Ulrike Tappeiner ist neue Präsidentin der Freien Universität Bozen

Am 9. Februar hat sich der Universitätsrat der Freien Universität Bozen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengefunden und aus seiner Mitte Prof. Ulrike Tappeiner, bisher Dekanin der Fakultät für Biologie der Uni Innsbruck, zur neuen Präsidentin gewählt. Dem Universitätsrat obliegt in den kommenden vier Jahren die strategische Ausrichtung der Bildungsinstitution.
Universitätsrat der Freien Universität Bozen
Bild: Die Mitglieder des Universitätsrats der Freien Universität Bozen: Prof. Alexander Steinkasserer, Prof. Paolo Lugli, Prof. Heidi Siller-Runggaldier, Harald Oberrauch, Prof. Ulrike Tappeiner, Nicola Pifferi, Dr. Francesco Grillo, Günther Mathá. (Credit: Freie Universität Bozen)

In den kommenden vier Jahren werden Prof. Ulrike Tappeiner, Prof. Heidi Siller-Runggaldier, Dr. Francesco Grillo und Harald Oberrauch (von der Landesregierung nominierte Mitglieder), Universitätsprofessor Alexander Steinkasserer (vom Senat der Universität entsandt), Rektor Prof. Paolo Lugli, Studierendenvertreter Nicola Pifferi und mit beratender Stimme Direktor Günther Mathá die Entwicklung der Freien Universität Bozen bestimmen.

„Die Freie Universität Bozen zu leiten ist eine der spannendsten Herausforderungen in Südtirol“, fasst Prof. Ulrike Tappeiner ihren Führungsauftrag zusammen. „Die Studierenden, die heute an unserer Universität ausgebildet werden, werden Südtirol noch in 40 Jahren prägen. Mitten in einem mehrsprachigen Territorium hat die Universität Bozen ein natürliches Labor geschenkt bekommen, das ein unglaubliches Forschungspotential für alle an der Universität vertretenen Fakultäten darstellt.“ Sie sprach bei der Pressekonferenz ihre künftigen strategischen Ziele an, wozu eine weiter Stärkung der Forschung, das verstärkte Einwerben von Drittmitteln und die Entwicklung eines Leitbildes sein werden.

Zu ihrer Wahl gratulierte ihr heute Landeshauptmann Arno Kompatscher: „Die Universität Bozen hat eine strategische Dimension für Südtirol: sie bildet junge Leute aus, sie macht Forschung in unseren Schlüsselbereichen und ihr Kernelement ist dasselbe wie das unseres Landes: die Mehrsprachigkeit. Der letzte Unirat unter der Führung von Präsident Konrad Bergmeister hat es geschafft, die Freie Universität hervorragend aufzubauen und mit dem Territorium zu verzahnen. Heute ist die Uni in der Südtiroler Gesellschaft und bei den Unternehmen Südtirols angekommen. Dafür gilt dem Unirat ein großer Dank. Dem neuen Unirat unter der Führung von Ulrike Tappeiner wünsche ich viel Erfolg. Die Uni wird sich gut organisieren und konsolidieren und in bestimmten Bereichen, wie der Fakultät für Ingenieurswesen, auch noch wachsen. Und sie wird die Ambition verwirklichen, mitten in Europa eine mehrsprachige Spitzenuni zu sein.“

Die Präsidentin des Universitätsrates ist die Rechtsvertreterin der Universität. Es obliegt dem Universitätsrat, die Universität strategisch zu führen, Fakultäten oder Zentren für Lehre und Forschung zu gründen, die Tätigkeitspläne zu erstellen oder Spin-offs und Start-up Unternehmen zu aktivieren und das gesamte Budget zu verantworten.

Zwei Mitglieder von der Uni Innsbruck

Neben der neuen Unirats-Präsidentin Ulrike Tappeiner ist auch die Romanistin Heidi Siller-Runggaldier Mitglied im Universitätsrat der Freien Universität Bozen. Die aus Montan stammende Ulrike Tappeiner hat an der Universität Innsbruck Biologie und Informatik studiert und im Jahr 1996 im Fachbereich Ökologie habilitiert. Seit 1995 leitet sie das Institut für Alpine Umwelt an der Eurac Research, von 2012 bis 2018 war sie Dekanin der Fakultät für Biologie der Universität Innsbruck. Ihren Forschungsschwerpunkt legt Prof. Tappeiner auf die Themen der Sozial-Ökologie in Gebirgsräumen, den Klimawandel und Ökosystemdienstleistungen – Fachbereiche, in denen sie zahlreiche internationale Forschungsprojekte koordiniert, sowie rund 130 internationale Publikationen und über 20 Bücher veröffentlicht hat. Die Ladinerin Heidi Siller-Runggaldier hält den Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Italienisch) an der Universität Innsbruck. In der Vergangenheit war sie Mitglied des Exekutivausschusses der Gesellschaft für italienische Sprachwissenschaft, Mitglied des Bureau de la Société de Linguistique Romane und Direktorin des Instituts für Romanistik an der Universität Innsbruck. Prof. Siller-Runggaldier erhielt mehrere Ehrungen, unter anderem den Orden Stella della Solidarietà Italiana und den Wissenschaftspreis der Universität Innsbruck verliehen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen italienische Linguistik und ladinische Sprache.

(Freie Universität Bozen/red)


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