Technik-Gebäude erneut aus­gezeichnet

Die sanierten Gebäude am Campus Technik – das Gebäude der Fakultät für Technische Wissenschaften und jenes der Fakultät für Architektur – wurden Ende April mit dem Preis für das „innovative Gebäude 2016“ ausgezeichnet, Ende Mai außerdem mit dem renommierten „Energy Globe Award Tirol 2016“.
Campus Technik
Bild: Die nun ausgezeichneten Gebäude am Campus Technik, links das Gebäude der Fakultät für Technische Wissenschaften, rechts das der Fakultät für Architektur. (Foto: Thomas Jantscher/ATP)

Am 28. April wurde in Wien der Preis für das „innovative Gebäude 2016“ verliehen. Prämiert wurden die durch ATP Innsbruck sanierten Fakultätsgebäude für Architektur und Technische Wissenschaften an der Universität Innsbruck. Zur Wahl standen 24 zertifizierte Gebäude, die den Best-Practice-Kriterien der Plattform „Innovative Gebäude Österreich“ entsprechen und seit mindestens einem Jahr im Betrieb sind. „Da die Gebäude zertifiziert sein müssen und somit 5 von unseren 6 Säulen der Nachhaltigkeit bereits erfüllen, wurde seitens der Fachjury vorrangig die Säule Architektur mit zwei Drittel gewichtet sowie neue bzw. besonders innovative Konzepte bei den übrigen Säulen mit ein Drittel in der Entscheidung bewertet. Der Wettbewerb zeigt, dass Nachhaltigkeitskriterien und anspruchsvolle Architektur perfekt vereint werden können“, so Sarah Richter, Geschäftsführerin vom Dachverband Innovative Gebäude Österreich.

Der „Energy Globe Award for Sustainability“ gilt als einer der weltweit bedeutendsten und renommiertesten Umweltpreise. Am Mittwoch, 25. Mai 2016, hat LHStv. Josef Geisler die ATP Planungs- und Beteiligungs AG für ihr innovatives Sanierungsprojekt der Fakultäten für Architektur und Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck bei einer Pressekonferenz mit dem Tiroler Energy Globe 2016 prämiert. Überzeugt war die Jury vor allem von der innovativen Herangehensweise, welche die Architekten an den Tag legten. Die speziell entwickelten Senkklappfenster mit automatischer Regelung, die neuartige, ökologische Elementfassade aus recycelten Materialien, ein ausgeklügeltes Konzept für die individuelle automatische Steuerung des Sonnenschutzes zur Reduktion des Solareintrages und die tageslicht- und präsenzabhängige Steuerung der dimmbaren Leuchten – eine Vielzahl an Maßnahmen, die den Energieverbrauch maßgeblich reduzieren.

Gemeinsame Sanierung

Die beiden sanierten Gebäude wurden im Herbst 2015 offiziell eröffnet. Beide Gebäude in der Technikerstraße präsentieren sich mit neuer Fassade und sind nicht nur optisch, sondern auch thermisch im neuen Jahrtausend angekommen. Ein Grundwasserbrunnen zur Kühlung und Besprinklerung garantiert zusätzlich eine nachhaltige und zeitgemäße Nutzung der beiden Gebäude. Um den Stromverbrauch zu senken, sind alle Leuchten tageslicht- sowie präsenzgesteuert. Auch das „Innenleben“ wurde bei der Sanierung nicht ausgespart: Haustechnik, Elektrotechnik, Brandschutz und Fluchtwege entsprechen wieder aktuellen Anforderungen. Zusätzlich zu den beiden Fakultätsgebäuden wurden auch die daneben liegenden Gebäude mit den Hör- und Zeichensälen saniert. Für die integrale Planung der beiden Fakultäten zeichnet das Architekturbüro ATP architekten ingenieure verantwortlich.

Die beiden Auszeichnungen sind für diese Gebäude nicht die ersten Prämierungen: Das Gebäude der Fakultät für Technische Wissenschaten erreicht nach dem Umbau nun einen Energieausweis von A+, wurde nach Total Quality Building mit 917 Punkten zertifiziert sowie mit klima:aktiv Gold durch die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. Außerdem war es möglich, den Passivhaus-Sanierungsstandard EnerPHit zu erreichen – die erzielte Einsparung ist gewaltig, sie liegt bei über 85 Prozent gegenüber dem alten Zustand.

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