Start frei für MindLab

Das von den drei Partnern - der Forschungsgruppe STI der Universität Innsbruck, Onlim und feratel - mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro ausgestattete Projekt MindLab hat das Ziel, qualitativ hochwertige Daten, Methoden und Werkzeuge zur automatisierten Dialogführung über Chatbots und Sprachassistenten zur Verfügung zu stellen.
Alexander Wahler, Dieter Fensel und Markus Schröcksnadel
Bild: Dipl. Ing. Alexander Wahler (CEO Onlim), Univ.-Prof. Dieter Fensel (STI Universität Innsbruck) und Dr. Markus Schröcksnadel (CEO feratel) (Credit: feratel/Berger)

Der Startschuss für MindLab fiel im September. Das Projekt ist auf zwei Jahre festgelegt. feratel CEO Markus Schröcksnadel: „Als führender Anbieter von touristischen Technologielösungen sind wir ganz klar daran interessiert, zusätzliches Know-how im Bereich der Künstlichen Intelligenz aufzubauen. Dazu haben wir gemeinsam mit Onlim und dem STI der Universität Innsbruck das Projekt MindLab ins Leben gerufen. Uns war und ist wichtig, diese relevante Entwicklung nicht zu verschlafen, eigeninitiativ in die Hand zu nehmen und noch besser zu werden.“

Mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Home hat künstliche Intelligenz Einzug in die Haushalte gehalten. Menschen können bequem Informationen über das Internet abrufen oder Produkte online bestellen, ohne das Haus verlassen zu müssen oder einen Computer zu bedienen. Man spricht einfach mit seinem digitalen Assistenten und dieser erledigt die Dinge. Automatisierte Kundenkommunikation ist das aktuelle Thema. Diese stellt allerdings besondere Herausforderungen an all jene, die auf diesen neuen Kanälen mit ihren Inhalten auffindbar sein wollen.

Denn damit dies möglich ist, muss Sprache zunächst in einzelne Absichten und zugehörige Parameter zerlegt werden. Sie wird nach einem bestimmten Schema strukturiert und beschrieben. Um Daten für menschliche Sprachabfragen und Dialoge verwenden zu können, muss man sie computerverständlich lesbar machen. Dafür werden sogenannte Wissensdatenbanken aufgebaut und mit Systemen und Daten von Kunden, u.a. feratel Deskline oder feratel Webcams verbunden. Sprachanfragen und Dialoge kann man erst dann maschinell verarbeiten, wenn sie in einen Kontext zu vorhandenem Wissen gesetzt und semantisch verstanden werden.

Onlim liefert bereits jetzt eine Plattform als Technologieprovider, mit der Unternehmen all ihre Daten, Services und Dialoge managen können, die sie für Sprachassistenten und Chatbots benötigen.

Die Forschungsgruppe MindLab bringt in Summe ein breites Know-how in Theorie und Praxis bereits mit. Ziel von MindLab ist es Methoden und Werkzeuge zum automatisierten Aufbau von Wissensdatenbanken (sogenannten Knowledge Graphen) auszuweiten und zu skalieren, um einen höheren Automatisierungsgrad bei der dynamischen Dialogführung und Abwicklung von Aufgaben durch Sprach Assistenten zu erreichen. 

„Wir wollen durch MindLab unsere Technologien dahingehend erweitern, dass wir Unternehmen beliebiger Branchen noch rascher einen für ihre Inhalte relevanten Knowledge Graphen aufsetzen und modellieren können. Damit werden auch stark verbesserte Daten für die automatisierte Kundenkommunikation bereitgestellt“, so Alexander Wahler, CEO der Onlim GmbH.

„Unsere Kunden werden von diesen Entwicklungen massiv profitieren, denn sie ersparen sich eine extrem entwicklungsintensive Vorarbeit, die für Einzelanwender zu komplex und nahezu unfinanzierbar ist. Sie können stattdessen direkt in maßgeschneiderte Applikationen einsteigen. Die Zusammenarbeit mit Professor Fensel und seinem Team garantiert die wissenschaftliche Expertise als Basis jeglicher Weiterentwicklung“, unterstreicht Markus Schröcksnadel die Vorteile für die Tourismusbranche und definiert gleichzeitig klar das Ziel: „Wir wollen in naher Zukunft Nummer 1 sein, wenn es um das Thema touristischer Knowledge Graph geht.“

Im MindLab wird die notwendige Expertise und Exzellenz in den relevanten Bereichen durch die Kombination marktführender Unternehmen und international anerkannter Forschung garantiert und zusammengeführt. MindLab ist offen für Kooperationen jeglicher Art.

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