Sommer­­technikum MINT erfolg­­reich gestar­­tet

Zum fünften Mal bietet die Universität Innsbruck mit dem Sommertechnikum MINT Schüler­­innen die Möglichkeit, in technische und natur­­wissen­­schaftliche Fächer hinein­­zuschnuppern. 24 junge Frauen aus Nordtirol, Südtirol und Vorarlberg nehmen derzeit an spannenden Vorlesungen, Workshops sowie Exkursionen teil.
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Bild: Teilnehmerinnen Juli 2021, Doris Stetter (Team MINT), Sabine Fischler (Zentrale Studienberatung) Ulrike Pfeiffenberger-Blaas (Team MINT), Linda Müller (Förderkreis 1669) (Credit: Uni Innsbruck)

Der Begriff MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mittels eines umfassenden Programms wird den jungen Teilnehmerinnen ermöglicht, jeweils in einer Woche im Juli und September, die wissenschaftliche und wirtschaftliche Arbeit von Fachkräften aus diesen Bereichen näher kennenzulernen. Zielgruppe sind interessierte Schülerinnen von 15 bis 20 Jahren, welche sich mit ihrer späteren Studienwahl befassen und vorab schon Eindrücke und Erfahrungen sammeln möchten. Im Rahmen des Sommertechnikums werden MINT-Fächer wie bspw. heuer Astrophysik, Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Pharmazie, Allgemeine Physik, technische Wissenschaften sowie Geo- und Atmosphärenwissenschaften näher vorgestellt. Weiters wird über die Zentrale Studienberatung und die Universitäts- und Landesbibliothek als generell wichtige Anlaufstellen informiert.

Breites Spektrum

Neben der Teilnahme an der Summerschool haben die Schülerinnen die Möglichkeit, zusätzlich ein drei- bis vierwöchiges Praktikum in einem Unternehmen oder an der Universität zu absolvieren. Ziel des Sommertechnikum MINT ist es, spannende Einblicke in praktischer und theoretischer Hinsicht zu gewähren und zukünftige Studien- und Arbeitsbereiche frühzeitig aufzuzeigen. So wird sich auch die geplante Präsentation und Führung durch den InnCubator, der das Gründer- und Innovationszentrum der Universität Innsbruck und der Wirtschaftskammer Tirol darstellt, als Bereicherung für die Schülerinnen zeigen. „Es stellte sich heraus, dass die jungen Frauen besonders an der Forschungsarbeit und dem möglichen Weg nach einem MINT-Studium interessiert sind. Was unterscheidet bspw. ein Mathematik-Studium vom Mathematik-Unterricht an der Schule? Warum ist die Beschäftigung mit dem MINT-Bereich nicht nur interessant, sondern auch für die Zukunft wichtig? Welche industriellen und wissenschaftlichen Arbeitsbereiche ergeben sich nach einem BA-, MA-, und/oder PhD-Studium? Gemeinsam mit den Vortragenden werden wir u.a. diesen Fragen während der einwöchigen Summerschool nachgehen“, so die Projektkoordinatorin Ulrike Pfeiffenberger-Blaas.

Nach der Absolvierung des umfassenden Programms erhalten die Teilnehmerinnen ein Zertifikat der Universität Innsbruck. Die Praktika werden von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert. Für die Übernachtungen von Mädchen außerhalb Tirols sowie das gemeinsame Mittagessen kommt der Förderkreis 1669 auf. Die Teilnahme an dem Sommertechnikum ist für die Schülerinnen kostenlos.

Die Zahl der Studien-Absolventinnen im MINT-Bereich ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Dennoch gibt es noch einen Nachholbedarf. An der Universität Innsbruck schlossen im vergangenen Wintersemester 202 Männer und 61 Frauen ein Studium in Mathematik, Informatik oder Physik ab, in den Technischen Wissenschaften waren es 137 Männer und 22 Frauen und in den Geo- und Atmosphärenwissenschaften 102 Männer und 69 Frauen.

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