Run­der Geburts­tag ge­feiert

Anfang dieses Jahres feierte Altrektor Hans Moser seinen 80. Geburtstag. Am vergangenen Donnerstag versammelten sich über 200 Gratulantinnen und Gratulanten im Kaiser-Leopold-Saal, um den Jubilar hochleben zu lassen.
Tilmann Märk und Hans Moser
Bild: Rektor Tilmann Märk gratulierte Altrektor Hans Moser zum 80. Geburtstag. (Credit: Uni Innsbruck)

Rektor Tilmann Märk würdigte seinen Vorgänger als herausragenden Wissenschaftler und Künstler und verwies auf die gemeinsamen Kindheitserinnerungen an Thiersee. „Was Hans Moser für diese Universität bedeutet hat, kann man nicht kurz zusammenfassen“, sagte Rektor Märk. „Er war die prägende Rektorsfigur in den 1990er-Jahren.“ Die Universität würdigte seine Rolle damals durch die erstmalige Verleihung des Ehrenrings an seine Person. Dekan Sebastian Donat und der Leiter des Instituts für Germanistik, Thomas Schröder, begrüßten die über 200 Besucherinnen und Besucher ebenso wie der für Wissenschaft zuständige Landesrat Bernhard Tilg, der auf die Rolle Mosers nach der Auffindung des Eismanns „Ötzi“ sowie bei der Etablierung der ersten Kinderuni in Österreich hinwies. Unter dem Titel „Viva la libertá“ sprach der Germanist Norbert Richard Wolf die Laudatio und präsentierte zahlreiche Erinnerungen aus der gemeinsamen Assistentenzeit in Innsbruck.

Zur Person 

Hans Moser wurde 1939 in Thiersee geboren und verbrachte seine Schulzeit in Kufstein, wo er 1957 maturierte. Im selben Jahr begann er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Innsbruck; 1958 wechselte er von Geschichte zu Romanistik. Nach der Promotion 1962 wurde er zum Lektor für deutsche Sprache und Civilisation allemande an der Universität Straßburg bestellt.

1965 trat Hans Moser eine Assistentenstelle an der Universität Innsbruck an. Neben einer Reihe von mediävistischen Arbeiten, insbesondere zu Oswald von Wolkenstein, lag sein Hauptaufgabengebiet in der deutschen Sprache und insbesondere im Frühneuhochdeutsch. Darüber hinaus beschäftigte er sich zunehmend mit der Variation des Standarddeutschen und mit dem österreichischen Deutsch. Nach einer Gastprofessur in Augsburg wurde er 1978 zum außerordentlichen Professor und 1982 zum ordentlichen Professor an der Universität Innsbruck berufen. Rufe an die Universität Passau und an die FU Berlin lehnte er ab. Von 1982 bis 1989 war er Mitglied der Rechtschreibkommission des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim.

Ab den 1990er-Jahren trat die Forschung zunehmend in den Hintergrund, da er zweimal das Rektorsamt bekleidete (1991-93, 1993-95) und nach drei Jahren Prorektorat zum dritten Mal zum Rektor gewählt wurde (1999-2003). Nach dem darauffolgenden Freijahr, das er mit Forschungsgruppen aus Deutschland, der Schweiz und Innsbruck zum Abschluss eines Variantenwörterbuchs des Deutschen nutzte, wurde er zum Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät gewählt. Von 2007 bis 2009 war Hans Moser Rektor der Fachhochschule Kufstein. Danach war er Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Salzburg.

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