Philosophie als Arbeit an einem selbst

Der britische Historiker und Philosoph Jonathan Rée ist derzeit Gast am Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Im Rahmen einer Wittgenstein-Gastprofessur erkundet er die philosophischen Schätze des Archivs. Für ihn kam es in Innsbruck zu einem der Wendepunkte der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts.
Jonathan Rée
Bild: Der Historiker und Philosoph Jonathan Rée (Credit: Uni Innsbruck)

Für Jonathan Rée war Ludwig Wittgenstein immer ein sehr bedeutender Denker. Sein Zugang zur Philosophie orientiert sich an Wittgensteins Herangehensweise, die Philosophie zuallererst als Arbeit an einem selbst definiert. Jonathan Rée ist ein britischer Historiker und Philosoph, der in London und Oxford lebt und für die Feuilletons zahlreicher britischer und europäischer Zeitungen und Zeitschriften schreibt, Rundfunkprogramme gestaltet und Bücher zu historischen und philosophischen Themen veröffentlicht. Er studierte Geschichte an der Sussex University und der Universität Oxford und war 1972 Gründungsmitglied der Gruppe Radical Philosophy. Seit 1977 lehrte er am Middlesex Polytechnic, das 1992 in der Middlesex University aufging. 2002 verließ er die Hochschule und arbeitet seither als freiberuflicher Autor. Während seines zweiwöchigen Innsbruck-Aufenthalts hält Rée mehrere Vorträge an den philosophischen Instituten der Universität sowie am Brenner-Archiv. Wir sprachen mit ihm über seine Beziehung zu Wittgenstein, sein in wenigen Tagen erscheinendes neues Buch über die englische Philosophie und einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte der Philosophie des 21. Jahrhunderts:

Wittgenstein-Gastprofessur

Die Universität Innsbruck schreibt einmal im Jahr für den Aufenthaltszeitraum von einem Monat eine sogenannte Wittgenstein-Gastprofessur aus. Ziel der Initiative ist es, den hochkarätigen internationalen wissenschaftlichen und didaktischen Austausch mit der Universität Innsbruck in den Bereichen Wittgenstein-Forschung (mit editorischer und kulturgeschichtlicher Ausrichtung) sowie Philosophie der Sprache und der Literatur zu fördern und die Internationalisierung vor Ort zu unterstützen.

 

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