Ausgezeichnete bei der GKS-Tagung
Franz Meier (Universität Augsburg), Benedikt Miklós (Generaldelegation von Québec in München), Andrea Krotthammer (Universität Innsbruck) (von links).

Perlen­tauchen bei der Kanada­studien-Jahres­tagung

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) waren auch die Innsbrucker Vertreterinnen und Vertreter der Disziplin vertreten. Besonders der wissenschaftliche Nachwuchs wurde auch mit zahlreichen Preisen bedacht, unter den Prämierten befindet sich auch die Innsbrucker Studentin Andrea Krotthammer, BA MA.

Der Veranstaltungsort der Jahrestagung der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) – Dachorganisation der deutschsprachigen Kanadisten – hätte nicht passender sein können. Im beschaulichen bayrischen Grainau, unweit der am Boden des Badersees versunkenen Nixe, suchten 20 Vortragende aus Kanada, Österreich, Deutschland und Polen, sich dem Thema „Neue Perspektiven auf Suburbia – Revisiting Suburbia – Revisiter les espaces périurbains“ anzunähern. Richard White enthüllte die verschiedenen Pläne, die der heutigen Greater Toronto Area im Osten Kanadas zugrundliegen. Im Westen des Landes rekonstruierte Ekaterina Kozlova die Reiseroute der jungen Protagonistin in Aritha van Herks Roman No Fixed Address, einem in vielerlei Hinsicht vielsagenden Titel. So manche Perle der Peripherie wurde von den insgesamt knapp 150 Teilnehmenden somit transdisziplinär geborgen. Besonders der wissenschaftliche Nachwuchs wurde mit zahlreichen Preisen bedacht.

Unter den Prämierten befindet sich auch die Innsbrucker Studentin Andrea Krotthammer, BA MA. Ihre 2015 erschienene Masterarbeit, La vie d’une femme, c’est la marche sur un fil. « L’écriture funambule » de Louise Dupré à l’exemple des relations mère-fille, die im selben Jahr den Kanada-Preis des Zentrums für Kanadastudien Innsbruck (ZKS) erhielt, wurde nun mit einem weiteren Preis, dem Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec, ausgezeichnet. Die Abschlussarbeit ist aus Interviews mit der in Montreal ansässigen Autorin Louise Dupré während eines Auslandssemesters an der Université de Montréal hervorgegangen. Einen Teil der Ergebnisse präsentierte Andrea Krotthammer im vergangenen September auf einer internationalen Tagung in Banff (Alberta, Kanada), ein zweiter Vortrag ist für kommenden Mai 2017 auf der Tagung der AIEQ (Association Internationale des Études Québécoises) in Montreal geplant. Auch die Ende 2016 fertiggestellte Diplomarbeit für ihr Lehramtsstudium Deutsch-Französisch, in der die vermeintlichen ‚Winner‘- und ‚Loser‘-Identitäten im Kino des Regisseurs Xavier Dolan filmanalytisch unter die Lupe genommen wurden, ist den Quebec-Studien treu geblieben. Gegenwärtig ist Frau Krotthammer am Innsbrucker Zeitungsarchiv (IZA) und am Zentrum für Kanadastudien (ZKS) beschäftigt. Wir gratulieren ihr zu ihrem Erfolg!

(Ursula Moser)

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