Marie-Luisa Frick ist für Trac­­tatus-Preis nomi­­niert

Die Osttiroler Philosophin Marie-Luisa Frick gehört zu den Nominierten für den mit 25.000 Euro dotierten Essay-Preis „Tractatus“ des Philosophicums Lech. Mit ihrem Werk „Mutig denken. Aufklärung als offener Prozess“ befindet sich die Professorin mit sechs anderen Autor*innen auf der Shortlist. Die Verleihung wird am 24. September im Rahmen des Philosophicums stattfinden.
Marie-Luisa Frick
Bild: Marie-Luisa Frick ist Professorin am Institut für Philosophie und wurde für den Tractatus-Preis nominiert. (Credit: Andreas Friedle)

Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird heuer zum dreizehnten Mal vergeben und ist mit einem Preisgeld von 25.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Titel wurde unter dem Vorsitz von Konrad Paul Liessmann von der dreiköpfigen Tractatus-Jury getroffen. Ihr gehören die Philosophin Barbara Bleisch, der Schriftsteller und ehemalige Verleger Michael Krüger und der Autor und Journalist Thomas Vašek an. Bisher außerdem als Juroren fungiert haben der österreichische Journalist und Autor Helmut A. Gansterer, die Philosophin Ursula Pia Jauch, der deutsche Philosoph Rüdiger Safranski sowie der österreichische Philosoph und Kulturpublizist Franz Schuh. „Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern“, erläutert Konrad Paul Liessmann und fügt hinzu: „Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt.“

Sieben hochkarätige Werke

Marie-Luisa Frick, die seit 2006 am Institut für Philosophie der Universität Innsbruck tätig ist, wurde mit ihrem Werk „Mutig denken. Aufklärung als offener Prozess“ für die Shortlist ausgewählt. Die Osttirolerin führt durch die Geschichte und spannungsgeladene Normativität aufklärerischen Denkens. Auf der Shortlist befinden sich neben Marie-Luisa Frick auch Wolfram Eilenberger mit seinem Buch „Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)“ sowie Birgit Recki mit dem Werk „Natur und Technik: Eine Komplikation“. Gelistet wurde auch Christoph Möller mit dem Buch „Freiheitsgrade – Elemente einer liberalen politischen Mechanik“ und der südkoranische Autor Byung-Chul Han, der sich in „Undinge: Umbrüche der Lebenswelt“ dem Einfluss von Informationen auf die Lebenswelt der Menschen widmet. Weiteres nominiert ist Philosoph, Publizist und Autor Richard David Precht mit seinem Werk „Von der Pflicht: Eine Betrachtung“ und Jörg Scheller mit „Identität im Zwielicht: Perspektiven für eine offene Gesellschaft“. Zu den bisherigen Preisträgern gehören: Franz Schuh (2009), Kurt Flasch (2010), Norbert Bolz (2011), Herbert Schnädelbach (2012), Kurt Bayertz (2013), Peter Bieri (2014), Ulrich Greiner (2015), Hartmut Rosa (2016), Ralf Konersmann (2017), Thomas Bauer (2018), Lisa Herzog (2019), Roberto Simanowski (2020). Sollte es die pandemische Entwicklung erlauben, wird die Verleihung des Tractatus am 24. September 2021 um 21:00 Uhr im Rahmen des 24. Philosophicum Lech erfolgen. Andernfalls würde eine alternative Form der Verleihung durchgeführt, wie es 2020 schon einmal der Fall war.

 

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