Marianne-Barcal-Preis 2018 vergeben

Bereits zum zweiten Mal honorierte die Stadt Innsbruck im September herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften und ihr benachbarter Disziplinen mit dem Marianne-Barcal-Preis. Zwei Studierende der Universität Innsbruck wurden ausgezeichnet.
Gruppenfoto bei der Verleihung des Barcal-Preises 2018.
Bild: Geschichte-Institutsleiterin Julia Hörmann-Thurn und Taxis, Dekan Dirk Rupnow, Kulturstadträtin Uschi Schwarzl, Preisträger Christian Mathies, Ingrid Böhler (Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte) in Vertretung von Thomas Albrich (Institut für Zeitgeschichte und Betreuung Forschungsarbeit Christian Mathies), Preisträgerin Irmgard Bibermann sowie Horst Schreiber (Institut für Zeitgeschichte und Betreuung Forschungsarbeit Irmgard Bibermann) bei der Verleihung des Marianne-Barcal-Preises (von links). (Credit: IKM/M. Freinhofer)

Die diesjährigen PreisträgerInnen des am 19. September 2018 verliehenen Marianne-Barcal-Preises, Mag.a Dr.in Irmgard Bibermann und Mag. Dr. Christian Mathies, dürfen sich über die 5.000 Euro dotierte Auszeichnung freuen. Gestiftet wurde der Preis von der ehemaligen Gemeinderätin Marianne Elisabeth Barcal, die 2014 verstorben ist. „Marianne Barcal hätte mit den Leistungen und Arbeiten der beiden Ausgezeichneten eine Freude gehabt. Der Preis wird jedes Jahr in ihrem Sinne vergeben und ist Teil der vielfältigen Verbindungen zwischen der Stadt Innsbruck und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Ich gratuliere Irmgard Bibermann und Christian Mathies herzlich“, erklärt Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl.

Ausgewählt werden die PreisträgerInnen von einer Fachjury, die aus VertreterInnen der Stadtgemeinde Innsbruck und der Universität Innsbruck besteht. In diesem Jahr setzte sich diese aus Mag. Birgit Neu (Abteilungsleiterin MA V der Stadt), Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr, Univ.-Prof. Mag. Dr. Dirk Rupnow, Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät sowie ao. Univ.-Prof. Mag.a Dr.in Julia Hörmann-Thurn und Taxis, M.A.S., zusammen.

„Der Marianne-Barcal-Preis erinnert nicht nur an eine engagierte Innsbrucker Persönlichkeit, sondern macht hervorragende Abschlussarbeiten an der Leopold-Franzens-Universität sichtbar. Damit ist er nicht zuletzt auch ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit von Stadt und Universität“, erklärt Rupnow und geht zudem auf die ausgezeichneten Abschlussarbeiten näher ein: „Die prämierten Arbeiten mit ihrem Fokus auf dem Dollfuß-Schuschnigg-Regime und der NS-Zeit einschließlich ihrer langanhaltenden Nachwirkungen spiegeln auf besondere Weise die Interessen von Marianne Barcal, denen auch sie in ihrem Studium an der Universität Innsbruck nachgegangen ist.“ 

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Marianne Elisabeth Barcal selbst war zu Lebzeiten begeisterte Studierende der Zeitgeschichte und Politikwissenschaften. Sie vermachte ihr gesamtes Vermögen dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, das in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck den Preis ins Leben gerufen hat. Dieser soll insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Das Preisgeld kann auf Beschluss des Preiskomitees aufgeteilt werden, beispielsweise in einen Haupt- und einen Förderpreis. 2018 geht der Preis zu gleichen Teilen – jeweils 2.500 Euro – an die beiden PreisträgerInnen.

Die Titel der ausgezeichneten Forschungsarbeiten lauten:

  • Videografierte ZeitzeugInnen-Interviews im Geschichtsunterricht: Das Projekt „Alte Heimat /Schnitt/ Neue Heimat“ (Irmgard Bibermann)
  • Im Zeichen von „Herrgott und Vaterland“. Die Tiroler Schule im „Ständestaat“ 1933–1938 (Christian Mathies)

(Stadt Innsbruck/red)

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