Kon­ferenz für Friedens­erzie­hung

Die Inter­nationale Konferenz für Friedens­erziehung (IIPE) fand in diesem Jahr von Ende August bis Anfang September in Österreich am Grillhof statt. Veranstaltet wird diese Konferenz bereits seit 35 Jahren vom Internationalen Institut für Friedenserziehung/International Institute for Peace Education.
Die Teilnehmenden der IIPE.
Bild: Die Teilnehmenden der IIPE 2017. (Credit: Eva B. Nagy)

Es ist Dienstag Vormittag, aus den Räumen des Bildungsinstituts Grillhof sind viele Stimmen zu hören. In einem Raum ist Musik, in einem anderen wird diskutiert, in einem getanzt und draußen geht eine kleine Gruppe spazieren. Wenn man den Kopf durch die Tür streckt sieht man Menschen aus der ganzen Welt und altersmäßig bunt gemischt zusammensitzen und miteinander agieren oder diskutieren. Draußen vor der Tür hängt ein großer bunter Banner „Ästhetische Frieden: soziales, politisches & gestaltendes Lernen – Antworten für das Überleben von Mensch und Planet “. Was geht hier vor sich? Das ist die IIPE 2017.

Am Sonntag den 27. August sind am Grillhof 65 TeilnehmerInnen aus mehr als 15 verschiedenen Ländern angereist um sich eine Woche über Friedenserziehung auszutauschen und voneinander zu lernen. Dieses Jahr stand der Fokus auf „Aesthetic Peaces“ zu welchen gerade die Innsbruck School of Peace der Unit for Peace Studies an der Universität Innsbruck einen besonderen Beitrag leisten konnte.

 

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Die Teilnehmenden in kleinen Diskussionskreisen. (Bild: Eva B. Nagy)

So war die Woche von erlebtem Frieden geprägt. Alle 65 TeilnehmerInnen der Konferenz waren auch zugleich die Experten. Jede/r Teilnehmer/in hat einen Beitrag geleistet und entweder einen Workshop oder einen Vortrag gehalten, um so mitzuteilen wie er oder sie die Friedensarbeit umsetzt und um gemeinsam neue Möglichkeiten für Friedensarbeit zu entwerfen. Ziel der Konferenz ist es darüber hinaus Kontakte zu knüpfen und Verbindungen herzustellen um gemeinsam die Friedensforschung zu fördern, sich über Methoden auszutauschen, voneinander zu lernen und zukünftige Projekte zu planen. Oftmals dient die Konferenz auch als eine Art Raum der gegenseitigen kollegialen Unterstützung, denn viele der FriedensarbeiterInnen sind ohne ständiges Team und kontinuierliche Rücksprache mit Menschen die genauso arbeiten wie sie.

 

Eine Exkursion zur Native Spirit Wildnis Schule in Pfunds hat es den TeilnehmerInnen ermöglicht die besondere ästhetische und naturverbundene Art der Friedenserziehung in Tirol zu erleben. Die Native Spirit Schule hat dem internationalen Publikum unterschiedliche Lern-Methoden vorgestellt.

 

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Die Teillnehmenden bei der Exkursion zur Native Spirit Wildnis Schule in Pfunds. (Bild: Eva B. Nagy)

Am Donnerstag Nachmittag den 31. August hatte die Konferenz ihre Türen für InteressentInnen geöffnet. Dort hatte man die Möglichkeit ein wenig IIPE Luft zu schnuppern. Vorträgen zu lauschen, oder einen Workshop zu besuchen. In den Pausen blieb auch noch Zeit sich mit den TeilnehmerInnen direkt auszutauschen.

Am Freitag Abend fand die Konferenz ihren krönenden Abschluss in einer Cuture Night. Auf der die TeilnehmerInnen nach so viel Arbeit mit viel Spaß und Freude von Ihrer Kultur oder ihrem Land mitteilen konnten. Nach so viel Input, neuen Gesichtern und neuen Inspirationen für den Arbeitsalltag sind am Samstagmorgen alle TeilnehmerInnen wieder in Ihre Heimatorte zurückgereist. Mit vielen Ideen, Erinnerungen und Vorhaben für neue Projekte und Zusammenarbeit.

(Veronika Lex)


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