Ge­wässer­forscher mahnen zur Um­setzung von Klima-Maß­nahmen

In einem globalen Aufruf fordern aquatische Wissenschafts­vereinigungen die rasche Umsetzung von Maßnahmen gegen den menschen­gemachten klimatischen Wandel.
Untersulzbach im Nationalpark Hohe Tauern.
Bild: Der Untersulzbach im Nationalpark Hohe Tauern. In solchen Bergregionen werden der beschleunigte Gletscherrückgang und die schnelle Erwärmung sommerlicher Abwässer vor allem die Saisonalität der Ressource Wasser verändern, das sich wiederum auf Laicherfolg von Fischen und Populationen gewässerbewohnender Kleinorganismen auswirkt. (Credit: Georg H. Niedrist)

Diese von 110 aquatischen Wissenschaftsgesellschaften getragene Erklärung macht auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels für aquatische Lebensräume und Ressourcen aufmerksam, fasst wissenschaftliche Erkenntnisse zu den bedeutendsten Folgen für Meere und Binnengewässer zusammen, veranschaulicht die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Veränderungen, und unterstreicht die dringende Umsetzung bereits bekannter Maßnahmen zur Klimaregulation und zum Schutz aquatischen Biodiversität und Ressourcen.

Ähnlich wie Erklärungen anderer Wissenschaftsorganisationen (American Geophysical Union, mehrere nationale Akademien der Wissenschaften) soll diese Stellungnahme die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger zu Klimaschutzaktionen bewegen. Ohne nennenswerter und schneller Umsetzung gesetzter Klimaziele und nötiger Schutzmaßnahmen für Lebensraum- und Artenvielfalt ist nämlich von schwerwiegenden globalen Konsequenzen für aquatische Ressourcen und deren Ökosystemdienstleistungen auszugehen.

Auch die österreichische Vereinigung von LimnologInnen (SIL-Austria) unter derzeitigem Vorstand von Martin Kainz (WasserCluster Lunz), Georg H. Niedrist, Sabine Wanzenböck (beide Universität Innsbruck) und Lena Campostrini (Medizinische Universität Wien) hatte am Aufruf mitgewirkt.

(Georg H. Niedrist)

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