Gemein­sam lernen

Eine Woche lang arbeiteten 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zwölf Tiroler Unternehmen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uni Innsbruck in einer renovierten Heu Tenne in Steinberg am Rofan. Im Rahmen der Weiterbildung beschäftigten sich die Teilnehmenden gemeinsam mit Data-Science-Projekten direkt aus ihren Unternehmen.
Bootcamp Data Science
Bild: Das Bootcamp Data Science Tirol ist einzigartig in Westösterreich und das bisher einzige Bootcamp, das von einer österreichischen Universität geleitet wird. (Credit: Lukas Thaler)

Mitte Januar 2020 fand die erste Phase des insgesamt neunwöchigen Bootcamps Data Science Tirol, das im Rahmen der ersten Ausschreibung der Digital Pro Bootcamps der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), in Kooperation mit dem Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, gefördert wurde unter der Projektleitung von Tobias Hell statt. Ziel ist es, die Teilnehmenden im Bereich „Data-Science“ weiterzubilden und sie mit anderen Expertinnen und Experten zu vernetzen. „Das Besondere an diesem Format ist, dass alle Teilnehmenden bereits mit einem Use Case starten und diesen im Verlauf von neun Wochen fortwährend weiterentwickeln, wobei die Ergebnisse unmittelbar den Tiroler Unternehmen zur Verfügung gestellt werden“, verdeutlicht Tobias Hell, der Leiter des Bootcamps. Umgeben von der Tiroler Berglandschaft und fernab von anderen Verpflichtungen des Arbeitsalltags wird bereits ab der ersten Woche intensiv an den Use Cases gearbeitet. Darüber hinaus bekommen die Teilnehmenden durch Impulsvorträge rund um das Thema Data Science einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen. „Trotz des Fokus auf den Use Case ist es faszinierend zu sehen, was sich anderorts in der Forschung und Anwendung tut“, sagt Lukas Thaler von der D. Swarovski KG.

Die Teilnehmenden stammen aus den unterschiedlichsten Branchen, sie verbindet die Begeisterung für die Arbeit mit Daten. Jeder bringt bereits Erfahrung im Bereich Data Science mit und insbesondere domänenspezifisches Wissen aus dem jeweiligen Unternehmen. Dieses Wissen, mit dem wissenschaftlichen Blickwinkel des Projektteams zu verbinden, ist ein Ziel des Projekts und wird bereits seit Projektstart erfolgreich umgesetzt. „Besonders gut gefallen hat mir bisher die gute Gruppendynamik und Zusammenarbeit, und dass jeder bereit war, den anderen mit ihren Problemstellungen zu helfen oder guten Input zu geben“, so Martina Harnisch von Sunplugged GmbH. In der zweiten Phase wird das Bootcamp über drei Wochen am Campus Technik fortgesetzt. „Bereits jetzt, nach etwa der Hälfte des Bootcamps, gibt es deutliche Fortschritte zu verzeichnen, sowohl in Bezug auf die Use Cases als auch die Qualifizierung der Teilnehmenden“, freut sich Tobias Hell. Geboten wird zudem ein alpines Rahmenprogramm, bei dem die eigene Komfortzone verlassen werden soll, um so den Weg zu neuen Lösungsstrategien zu ebenen, sowohl persönlich als auch beruflich.

(Elisabeth Schneckenreiter/Redaktion)

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