Französisches Flair bei „Innsbruck singt“

Ein bisschen „Fête de la musique!“ in Innsbrucks Sommer bringen, das hatte sich der Frankreich-Schwerpunkt der Uni Innsbruck vorgenommen. Und die Gelegenheit dafür ergab sich bei der Veranstaltung „Innsbruck singt“, bei der am 25. Juni im Innenhof der Innsbrucker Hofburg Sänger und Chöre aus ganz Tirol wie auch aus der Schwesterstadt Grenoble das Publikum zum Mitsingen aufforderten.
Bühne
Bild: Trotz Regens beste Stimmung – und alles in Blau-Weiß-Rot! (Credit: Wolfgang Alberty/Musikschule Innsbruck)

Der Frankreich-Schwerpunkt hatte wie schon im Vorjahr das Trio Mathias Steinhuber (Gitarre, Stimme), Christine Ransmayr (Cello, Stimme) und David Six (Gitarre, Piano) eingeladen, die den Innsbruckern und Innsbruckerinnen mit französischen Volksliedern und Chansons einheizten. Von „Frère Jacques“ und „Sur le pont d’Avignon“ über Chanson-Klassiker wie „Les Champs Élysées“ von Joe Dassin, „La vie en rose“ von Edith Piaf und „Brave Margot“ von Georges Brassens bis hin zum sehr aktuellen „Le café“ von Oldelaf reichte das Programm, und das Publikum, das sich wegen eines Regengusses zu den Musikern auf die Bühne geflüchtet hatte, nahm das mit dem Mitsingen durchaus ernst und trug damit zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Schon am frühen Nachmittag hatte der Frankreich-Schwerpunkt ein Symposium zum Thema „La Chanson“ ausgerichtet, bei dem im Bürgersaal im Alten Rathaus Dr. Heinz-Christian Sauer – der vielen durch seine jahrzehntelange Radiosendung desselben Titels ein Begriff ist – die Geschichte des französischen Chansons aufrollte und berühmte Lieder wie „Le déserteur“ von Boris Vian, „Clémence en vacances“ von Anne Sylvestre sowie mehrere Chansons von Georges Brassens kommentierte. So mancher im Publikum war erstaunt, wieviel Interessantes es zum Leben der Künstler und zum Kontext und der Entstehungszeit dieser Chansons zu erzählen gab. Heinz-Christian Sauer schöpfte natürlich aus dem Vollen und genoss es sichtlich, dass die von ihm kommentierten Texte nicht vom Band kamen, sondern von den drei jungen Musikern, von denen zwei übrigens RomanistInnen sind, live aufgeführt wurden.

(Eva Lavric)


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