Europapolitik beim Förderkreis

Jean Asselborn, luxemburgischer Außenminister und prononcierter Europapolitiker war am Montagabend Gast beim Förderkreis 1669 – Wissenschafft Gesellschaft der Universität Innsbruck. Asselborn eröffnete den Anwesenden im Rahmen eines Privatissimum einen Blick hinter die Kulissen der Europapolitik.
Asselborn mit Märk
Bild: Außenminister Jean Asselborn mit Rektor Tilmann Märk. (Credit: Uni Innsbruck)

Asselborn streifte bei seinen Ausführungen in einer Tour d´Horizon viele aktuelle und brennende Themen Europas und beantwortete die entsprechenden Fragen der Mitglieder des Förderkreises. Er zeigte sich in seinen Ausführungen besorgt über den Verlust der Solidarität unter den Mitgliedstaaten der Union, der sich unter anderem beim Umgang mit den Flüchtlingen oder aber bei der Entscheidung rund um den Brexit gezeigt hat. Asselborn betonte, dass der europäische Gedanke mehr sei, als die Summe der Einzelinteressen der Mitgliedstaaten oder deren Regionen. Ihm sei aber auch bewusst, dass es innerhalb der EU Reformbedarf gebe. Vieles hänge nun daran, wie eine künftige neue deutsche Regierung in Richtung EU handeln werde und in wieweit die Vorschläge von Emmanuel Macron oder Jean-Claude Juncker dort auf fruchtbaren Boden fielen.

Der Förderkreis 1669 – Wissenschafft Gesellschaft der Universität Innsbruck wurde 2015 gegründet und wird von Sabine Kasslatter-Mur und einem kleinen Team betreut. Im Rahmen des Formates "Zeit für 1669" werden verdiente Persönlichkeiten wie Jean Asselborn eingeladen, über Politik und Gesellschaft sowie Fragen der Zeit zu sprechen. Zentrales Anliegen ist es, Brücken zwischen Wissenschaft und Forschung auf der einen Seite und der Gesellschaft sowie Wirtschaft auf der anderen Seite zu bauen und damit für die Universität ein Umfeld von Freunden und Förderer zu schaffen, die diese ideell und monetär unterstützen.


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