Erstes Innsbrucker Symposium zu Mykologie

Am 29. September wurde das von Angehörigen des Forschungsgebiets Mykologie am Institut für Mikrobiologie organisierte erste Mykologie Mini-Symposium an der Uni Innsbruck unter der Beteiligung von rund 60 TeilnehmerInnen von beiden Innsbrucker Universitäten abgehalten. Ziel dieses Meetings war, die Breite der mykologischen Forschung in Innsbruck aufzuzeigen.
Teilnehmerinnen der ersten Innsbrucker Tagung zum Thema Mykologie
Bild: Von den biologischen Grundlagen bis hin zu praktischen Anwendung: Die Forschungsgebiete der Innsbrucker Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind breit gefächert. (Credit: Sigrid Neuhauser)

Ao. Prof. Wolfgang Burgstaller, der schon vor beinahe 10 Jahre gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Prof. Reinhold Pöder das „Mykologie-Netzwerk Innsbruck“ ins Leben gerufen hatte, gab einen kurzen Überblick über die lange Geschichte der Mykologie in Innsbruck. Das Institut für Mikrobiologie in Innsbruck wurde 1972 mit der Berufung des weltweit führenden Mykologen Prof. Meinhard Moser gegründet. Durch die Berufung von Susanne Zeilinger-Migsich als Professorin für Mikrobiologie mit Forschungsschwerpunkt Mykologie an die Universität Innsbruck vor zwei Jahren wurde dieses auch international in seiner Breite außergewöhnliche Zentrum für Pilzkunde noch einmal deutlich gestärkt.

Ein mykologische Schwerpunkt ist heute noch an beiden Innsbrucker Universitäten deutlich, und vereint Spitzenforscher aus fast allen Teilgebieten der Pilzkunde - wie die Beiträge der Teilnehmer auf beeindruckende Weise zeigten. In 16 Vorträgen, und in 25 von Projektmitarbeiterinnen vorgestellten Posterbeiträgen wurde die Breite der mykologischen Forschung in Innsbruck auf beeindruckende Weise deutlich.

So beschäftigen sich die Innsbrucker Mykologen mit der Diagnose und dem besseren Verständnis von Pilzkrankheiten von Menschen, Tieren, Pflanzen und anderen Pilzen. Auch die Beschreibung von neuen Arten oder der ökologischen Rolle von Pilzen im Wald und im Innenraum wird erforscht. Daneben gibt es einen starken Schwerpunkt der Forschung in Richtung der Entwicklung neuer Wirkstoffe für die Herstellung von Medikamenten für die Humanmedizin aber auch Ziele für die Entwicklung von Medikamenten gegen Pilze. Auch an Möglichkeiten für eine biologische Kontrolle von Schädlingen in der Landwirtschaft mittels parasitischen Pilzen sowie der energetischen Verwertung von Pflanzenabfall mittels verschiedener Pilze wird geforscht. Nicht zu kurz kommt natürlich auch die Genetik und Physiologie von Pilzen und der Art und Weise wie Pilze wachsen und ihre Wirte finden und mit ihnen interagieren können - ein Thema, das fast alle Arbeitsgruppen bewegt.

Auch gab es nach dem Meeting noch reichlich Zeit für Netzwerkaktivitäten. Das nächste Meeting der Innsbrucker Mykologen soll im nächsten Jahr an der Med Uni stattfinden.

(Sigrid Neuhauser)


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