Ehren­kreuz für Karl Weber

Univ.-Prof. Karl Weber vom Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre erhielt für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit und sein verdienstvolles Wirken an der Leopold-Franzens-Universität das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Rektor Tilmann Märk überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer kleinen akademischen Feier vergangenen Mittwoch.
Karl Weber
Bild: v.l.: Laudator Arno Kahl, Ehrenkreuzträger Karl Weber, Dr. Gabriela Mader und Rektor Tilmann Märk. (Credit: Uni Innsbruck)

Als Experte der Rechtswissenschaften wurde Karl Weber für seine außergewöhnliche wissenschaftliche Leistung mit der höchsten Auszeichnung, die die Republik Österreich für in Wissenschaft oder Kunst tätige Personen zu vergeben hat, geehrt. „Karl Weber hat an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Innsbruck wesentliche Entwicklungsschritte vorangetrieben. Gemeinsam mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen hat er sich dadurch für die Verleihung des Ehrenkreuzes qualifiziert, das wir ihm heute, in Vertretung des Bundespräsidenten, feierlich verleihen dürfen“, sagte der Rektor. Nach rund 45 Jahren an der Universität Innsbruck und seinem Wirken in der Praxis, wo er als Berater und Gutachter tätig war und immer wieder auch als Stimme in den Medien auftauchte, war die Arbeit Karl Webers immer von einem pragmatischen und realistischen Zugang zu den großen philosophischen Fragen der Rechtswissenschaften geprägt. Auch in funktionellen Positionen hat Karl Weber Verantwortung übernommen. So hat er beispielsweise vor einigen Jahren, gemeinsam mit gleichgesinnten Rechtswissenschaftlern und Anwälten die „Initiative Menschen Rechte“ gegründet, deren Ziel es ist, die rechtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Menschenrechten zu fördern und sie stärker im öffentlichen und politischen Diskurs zu verankern. „Karl Weber hat sich stets durch aktuelle und originelle Forschungsthemen in den unterschiedlichsten Bereichen wie dem Umweltrecht, dem Energierecht oder der Bundesstaatsreform profiliert. Auf manche Themen wurde dadurch erst aufmerksam gemacht“, sagte Professor Arno Kahl in seiner Laudatio für Karl Weber. „Auch für seinen Führungsstil, der durch viele methodische und thematische Freiheiten für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekennzeichnet war, wurde Karl Weber an der Fakultät sehr geschätzt“, sagte Kahl weiter.

Zur Person

Karl Weber ist 1951 in Hall in Tirol geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte in Innsbruck promovierte er 1975 und arbeitete ab dem Sommer 1975 als Assistent am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft. 1976/77 verbrachte er einen Studienaufenthalt in Zürich und habilitierte schließlich 1986 im Fachbereich Verfassungs-, Verwaltungsrecht und Allgemeine Staatslehre. 1991 wurde er zum Professor für Öffentliches Recht, Finanzrecht und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Von 1990 bis 1999 leitete er die Abteilung Umweltrecht und Umweltpolitik am ehemaligen Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft und übernahm 1994 das Amt des Prodekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät deren Dekan er von 1999 bis 2004 war. Seit seiner Emeritierung im Oktober 2019 kann Karl Weber sich wieder seiner großen Leidenschaft neben der Arbeit an der Universität widmen: der Bergwelt Tirols.

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