Wassilowsky

 

Günther Wassilowsky

Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie

Patrologie und Kirchengeschichte

seit 01.03.2014

 

Forschung

Nachdem zunächst die Geschichte des II. Vatikanischen Konzils im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stand, hat sich Günther Wassilowsky in den letzten Jahren schwerpunktmäßig der Kirchengeschichte der Frühen Neuzeit, der Epoche von Reformation und Konfessionalisierung, zugewandt. Günther Wassilowsky vertritt einen dezidiert kulturgeschichtlichen Ansatz innerhalb seines Faches und versucht, mit kulturwissenschaftlichen Methoden neue Zugänge zu klassischen Themen der Konfessions-, der Papst- und Konziliengeschichte zu schaffen. Dabei interessiert ihn, wie Menschen in den verschiedenen Epochen der Kirchengeschichte ihre religiösen Deutungen von Gott und Welt in Zeichenhandlungen zum Ausdruck brachten. Beispielsweise wie die Teilnehmer von Konzilien ihr Selbstverständnis und ihre Vorstellung von kirchlicher Ordnung in konkreten Interaktionen symbolisch immer wieder aufs Neue performativ dar- und herstellten.

Leben

Günther Wassilowsky wurde 1968 in Hechingen geboren und studierte in Freiburg i.Br. und Rom die Fächer Theologie, Germanistik und Geschichte. 2001 wurde er an der Universität Freiburg bei Peter Walter mit einer Arbeit über den Beitrag Karl Rahners zum II. Vatikanischen Konzil promoviert, für die er den „Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung“ erhielt. Nach zwei Jahren als Studienleiter an der Akademie des Bistums Mainz wurde er 2004 Mitglied des Sonderforschungsbereiches 496 an der Universität Münster und habilitierte sich dort im Jahr 2007 bei Hubert Wolf mit einer Studie zu Technik und Symbolik des frühneuzeitlichen Papstwahlverfahrens. 2008 erhielt er seinen ersten Ruf auf den Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der KTU Linz und war dort Institutsvorstand bis er im März 2014 an die Universität Innsbruck wechselte.

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