Anne Hecksteden

Sportmedizin
Anne Hecksteden
(Credit: Dave Bullock)

seit 01.09.2022

Foto: Dave Bullock

Leben

Die gebürtige Schwäbin Anne Hecksteden hat seit 1995 bis zu ihrem Umzug nach Tirol im Saarland gelebt, Medizin studiert, geforscht und gesportelt. Ein Jahr ihres Medizinstudiums verbrachte sie in Nantes, Frankreich, wo sie auch als Gast des internationalen Salomon World Teams ihre Sportkarriere vorantreiben konnte. In ihrer Disziplin, dem Inline Speedskating, wurde sie mehrfach deutsche Meisterin, bevor sie Familie und Wissenschaft zuliebe den Leistungssport 2004 aufgab. Nach wie vor ist die Medizinerin mit Trainerinlizenz aber als Betreuerin im Einsatz, wie etwa bei den Olympischen Jugendspielen in Lausanne und St. Moritz. Zuletzt war sie seit 2009 am Institut für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken tätig. 2022 wurde sie von der Leopold-Franzens-Universität und der Medizinischen Universität Innsbruck auf den neuen gemeinsamen Lehrstuhl Sportmedizin berufen.

Forschung

Anne Hecksteden verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Sport- und Notfallmedizin, insbesondere aber auch im Bereich der Präventivmedizin. Dementsprechend fokussiert sie sich in der Forschung vorrangig auf die individualisierte Trainingsgestaltung im Präventivsport. Dabei geht es darum, wie man den gesundheitlichen Benefit von einzelnen Studienteilnehmerinnen und –teilnehmern optimieren kann, indem man individuell den Spielraum, den die Leitlinien zulassen, ausnutzt. Die Frage dabei ist: Von welcher Trainingsform profitiert man individuell am meisten? Ein weiterer Hauptforschungsstrang, den Hecksteden auch in Innsbruck weiterverfolgt, bezieht sich auf das Monitoring und Regenerationsmanagement im Spitzensport. Dazu hat sie mit ihrem Team in Deutschland für den Profifußball bereits eine Grundmethode entwickelt, die sie gerne auf den Bergsport übertragen würde. „Wir haben eine App entwickelt, mit der wir bei den Sportlerinnen und Sportlern die Daten niedrigschwellig einsammeln. Zusammen mit den Ergebnissen von Leistungstests und mit anamnestischen Daten schätzen wir mithilfe Künstlicher Intelligenz das Verletzungsrisiko ab. Der Trainer bekommt das dann tagesaktuell auf einem Dashboard angezeigt. Bei den Fußballern funktioniert das sehr gut“, erklärt Anne Hecksteden das Prinzip. Wichtig ist ihr allerdings, dass es sich hierbei lediglich um eine zusätzliche Stütze handelt, welche die Entscheidungsfindung erleichtern soll. „Die menschliche Intelligenz wird nicht ersetzt.“


 

Dossier: Vorgestellt

– die neuesten Beiträge

weitere Beiträge

Nach oben scrollen