Malte Kramme

EUREGIO-Stiftungsprofessur für Technik, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsrecht
Malte Kramme

Institut für Theorie und Zukunft des Rechts

EUREGIO-Stiftungsprofessur für Technik, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsrecht

seit 01.10.2021

Foto: privat

Leben

Malte Kramme studierte von 2001 bis 2006 an der Universität Osnabrück Rechtswissenschaften mit einer wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzausbildung. Im Rahmen des Erasmus-Programms war er ein Semester an der Université de Lausanne. Nach dem ersten Staatsexamen promovierte er mit einer rechtsvergleichenden Arbeit an der Schnittstelle des Schuld- und Datenschutzrechts. Parallel dazu war er als Juristischer Mitarbeiter im Hamburger Büro von Latham & Watkins LLP tätig. Nach dem Referendariat in Hamburg, mit Stationen im deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie bei Lovells LLP, begann er seine berufliche Karriere zunächst in der anwaltlichen Praxis. Für knapp drei Jahre war er Rechtsanwalt im Berliner Büro von Linklaters LLP. Dort war er auf Rechtstreitigkeiten vor staatlichen Gerichten und Schiedsgerichten im öffentlichen Wirtschaftsrecht sowie auf die Beratung öffentlicher Institutionen des Finanzsektors bei der Umsetzung der zum Zweck der Finanzmarktstabilisierung ergangenen gesetzlichen Regulierungen spezialisiert. 2013 entschied sich Malte Kramme für eine wissenschaftliche Karriere und wechselte an die Universität Bayreuth. Zunächst war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verbraucherrecht und Privatrecht sowie Rechtsvergleichung (Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel). Zuletzt bekleidete er dort eine von der DFG finanzierte „Eigene Stelle“ für ein von ihm eingeworbenes Forschungsprojekt zur zivilprozessualen Durchsetzung von Unionsrecht. Dieses Thema ist auch Gegenstand seiner Habilitationsschrift „Unionsrecht vor Zivilgerichten: Wem dient der Prozess, und wie weit reicht die Verfahrensautonomie?“. 2020 wurde ihm die venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht sowie Europarecht erteilt. Vor seinem Wechsel an die Universität Innsbruck vertrat Kramme 2021 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Immaterialgüterrecht und Medienrecht an der Universität Siegen.

Forschung

In seiner Forschung beschäftigen Prof. Kramme vor allem die Einflüsse der Digitalisierung auf das Privatrecht und auf das Zivilverfahrensrecht, die Wechselwirkungen von Recht und Nachhaltigkeit sowie das Europäische Privatrecht in seinen verschiedenen Facetten. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für das Privatrecht der Europäischen Union (GPR) sowie Mitherausgeber von Handbüchern und Sammelwerken, insbesondere zur künftigen Entwicklung des Privatrechts in Anbetracht der Digitalisierung und zu den Privat- und Wirtschaftsrechtlichen Folgen des Brexit. Zu den Auswirkungen des Brexit auf das Verbraucherrecht war er für den IMCO-Ausschuss des Europäischen Parlaments als Gutachter tätig.  Er war Mitglied des Organisationsteams der 30. Jahrestagung der Gesellschaft Junge Zivilrechtswissenschaft e.V. sowie der ersten beiden IPR-Nachwuchstagungen, die 2017 in Bonn sowie 2019 in Würzburg stattfanden. Im Jahr 2016 war er Länderberichterstatter für Deutschland zum Thema „Enforcement and Effectiveness of Anti-Discrimination Law“ im Rahmen des Thematic Congress of Comparative Law der International Academy of Comparative Law (IACL) in Montevideo. Prof. Kramme wurde mit dem Wissenschaftspreis 2017 des Universitätsvereins Bayreuth e.V. ausgezeichnet.



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