Walter Obwexer

Walter Obwexer

Institut für Europarecht und Völkerrecht

Europarecht, Völkerrecht und Internationale Beziehungen

seit 01.10.2012

Leben

Walter Obwexer stammt aus Südtirol. Dort besuchte er die Pflichtschule und die Oberschule, die er mit der Matura in Brixen abschloss. Danach absolvierte er das Integrierte Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Uni Innsbruck mit einer Diplomarbeit zum „Accordino“. Nach einer kurzen Tätigkeit für die Südtiroler Landesverwaltung arbeitete er als Assistent zunächst am Zentrum für Europäisches Recht und dann am Institut für Europarecht und Völkerrecht in Innsbruck, wo er 2008 mit der Arbeit „Die Rechte und Pflichten der Unionsbürger aus der Unionsbürgerschaft“ promovierte. Im Jahr 2008 erhielt er die Lehrbefugnis für die Fächer „Europarecht und Völkerrecht unter besonderer Berücksichtigung des Internationalen Wirtschaftsrechts“. Zu den Tätigkeiten in Forschung und Lehre an der Uni Innsbruck kamen Lehraufträge an der Fachhochschule Kufstein und am MCI sowie im Rahmen des Post-Graduate-Lehrganges „Europarecht“ in Schloss Hofen. Daneben etablierte er sich als wissenschaftlicher Berater in Fragen des EU-Rechts für mehrere Bundesministerien sowie die Landesregierungen von Tirol und Südtirol. Obwexer ist Mitglied des EU-Beirates des österreichischen Bundesregierung, Mitglied des Vorstandes von ECSA-Austria und Mitglied des Vorstandes der Tiroler Juristischen Gesellschaft. Des Weiteren gehört er dem Team Europe der Europäischen Kommission an. Seine Forschungsarbeiten wurden mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet.

Forschung

Das Recht der Europäischen Union (EU) determiniert zwischen 60% und 80% der Rechtsordnung der EU-Mitgliedstaaten. Dem folgend kommt diesem sog. Unionsrecht in allen EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, herausragende Bedeutung zu. Walter Obwexer beschäftigt sich primär sowohl mit dem Aufbau und der Funktionsweise der EU als auch mit den inhaltlichen Vorgaben ihrer Rechtsordnung und deren Verhältnis zum Recht der Mitgliedstaaten, insbesondere jenem Österreichs. Dabei geht es beispielsweise um die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Überwindung der Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise, die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung, die Regelung des Hochschulzugangs oder die Vorgaben für den Transitverkehr und den Grundverkehr. Ein weiterer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit betrifft ausgewählte Aspekte des Internationalen Wirtschaftsrechts, beispielsweise die Rolle der EU in der Welthandelsorganisation (WTO). Behandelt werden schließlich auch die europa- und völkerrechtlichen Fragen der Südtirol-Autonomie. In der Forschung baut Obwexer auf eine intensive Kooperation mit FachkollegInnen und facheinschlägig tätigen Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Dadurch sollen sinnvolle Synergien erzielt und anspruchsvolle Fragestellungen auf höchstem Niveau umfassend beantwortet werden. Bereits seit Jahren pflegt er eine enge Zusammenarbeit mit der ECSA-Austria, der Uni Salzburg und der WU Wien sowie der Uni Bozen und der Europäischen Akademie Bozen (EURAC). Diese Kooperationen sollen in den kommenden Jahren auf weitere PartnerInnen erstreckt und intensiviert werden.

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