Michael Strasser

Michael Strasser

Institut für Geologie

Sediment-Geologie

seit 01.10.2015

Forschung

Michael Strasser erforscht sediment-dynamische und tektonische Prozesse und damit zusammenhängende Naturgefahren wie Massenbewegungen, Erdbeben und Tsunamis auf regionaler (i.e. im Alpinen Raum und Seen) und globaler (e.g. entlang von Ozeanrändern) Skala. Mit Hilfe von sedimentologischen, geophysikalischen, geotechnischen und numerischen Modellierungsmethoden identifiziert und quantifiziert er Erosion-, Sedimenttransport-, und Ablagerungsprozesse, sowie deren Raten und Veränderungen auf Zeitskalen von Sekunden bis Millionen von Jahren, um sich daraus ein besseres Verständnis über Erdsystemprozesse im Spannungsfeld zwischen Tektonik, Klima und Mensch zu erschließen. Zwei wesentliche Bestandteile seiner Forschungsaktivität sind (i) das Studium solcher Prozesse in heimischen Seen, welche er nicht nur als Archiv für die regionale Erdbeben- und Umweltgeschichte sondern auch als natürliche Labore für Ozeane nutzt; sowie (ii) seine aktive Teilnahme im Internationalen Ocean Discovery Program (IODP), welches die Struktur, Dynamik und Geschichte unserer Erde mit Hilfe von wissenschaftlichen Bohrungen im Ozeanboden erforscht. Strassers Forschung strebt nach einem verbesserten prozessorientierten Verständnis von geologischen Naturgefahren und trägt dazu bei, das Gefahrenpotential natürlicher Extremereignissen auf Mensch und Infrastruktur verlässlicher abschätzen zu können.

Leben

Michael Strasser ist seit Oktober 2015 Universitätsprofessor für Sediment Geologie am Institut für Geologie der Universität Innsbruck. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Geboren 1977 in der Schweiz, absolvierte er das Studium der Erdwissenschaften sowie sein Doktorat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Nach seiner Promotion im Jahr 2008 forschte er mit einem Stipendium des Schweizer Nationalfonds und später als MARUM Fellow am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. 2011 erhielt er eine Förderprofessur in der Schweiz und kehrte an die ETH Zürich zurück, wo er bis 2015 als Assistenzprofessor für Sediment Dynamik forschte und lehrte. Bis dahin hat er mehr als 60 wissenschaftliche Aufsätze publiziert und wurde mit renommierten Forschungspreisen wie dem Young Scientist Award der International Association of Sedimentologists, dem Hans-Cloos-Preis und der ETH Medaille ausgezeichnet.

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