Johannes N. Hoff

Johannes N. Hoff

Institut für Systematische Theologie

Dogmatik

seit 01.09.2020

Leben

Johannes N. Hoff wurde am 15. Dezember 1962 als Sohn des Kirchenmusikers Josef Hoff und seiner Frau Gisela Hoff in Trier geboren. Er studierte Philosophie und Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Rheinischen Fridrich-Wilhelms-Universität Bonn, promovierte an der Theologischen Fakultät Tübingen im Jahr 1999 mit einer Arbeit über „Theologie nach Foucault und Derrida“, und habilitierte 2006 mit einer Arbeit „Zur philosophischen Propädeutik christlicher Mystik nach Nikolaus von Kues.“ Von 1995-2006 war er wissenschaftlicher Assistent von Professor DDr Michael Eckhart am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Universität Tübingen; von 2007-2013 Professor für philosophische Theologie David's College der University of Wales und von 2013-2018 Professor für Systematische und Philosophischen Theologie am Heythrop College der University of London. Seit 2018 ist er Senior Research Associate am van Hügel Institute der University of Cambridge und Honorarprofessor an der University of Durham. Hoff ist mit der Wirtschaftsinformatikerin Professor Sarah Spiekermann-Hoff verheiratet.

Forschung

Hoffs ältere Forschungsarbeiten fokussierten auf die post-phänomenologische Diskussion des 20. Jahrhunderts und den spätmittelalterlichen Mystiker, Philosophen, Kardinal und Bischof von Brixen Niklaus von Kues (1401-1464). Zahlreiche seiner diesbezüglichen Publikationen entsprangen der Zusammenarbeit mit führenden Vertretern zeitgenössischer Kunst, wie dem 2011 verstorbenen Performance-Künstler Christoph Schlingensief.
Hoffs jüngste Forschungsarbeiten fokussieren auf die anthropologische Herausforderung der Digitalen Revolution und die posthumanistische Diskussion um 'Selbsttechnologien', in denen Hoff den Schlüssel zu einer kritischen Revision unseres modern-humanistischen Menschenbildes entdeckt. Dabei knüpft Hoff zugleich an zeitgenössische, neurowissenschaftliche, post-analytische und post-phänomenologische Denker als auch an vormoderne Theologen und Philosophen an wie Platon und Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Meister Eckhart und Nicholas von Kues an. Die theologische Zielsetzung dieses Forschungsprogramms liegt darin, das holistische Denken des östlichen und westlichen Christentums des ersten Jahrtausends von seinen modernen Übermalungen zu befreien und in spirituellen 'Selbsttechnologien' den Lebensnerv christlicher Dogmatik zu entdecken.
In den Kontext dieses Forschungsprogramms gehört auch Hoffs Forschungskooperation mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik & Gesellschaft an der WU Wien und seine Mitarbeit bei der Forschungsgruppe ''Ethics in Action for Sustainable Development''', die von Prof. Jeffrey Sachs (Columbia University) im Auftrag des UN Sustainable Development Solutions Network und der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften einberufen wurde.
Im angloamerikanischen Sprachraum wurde Hoff einer breiteren, interdisziplinären Leserschaft bekannt durch seine Monographie „The Analogical Turn. Rethinking Modernity with Nicholas of Cusa”, die 2013 erschienen ist. Eine deutschsprachige Monographie zu seinem jüngsten Forschungsprojekt soll in Kürze erscheinen unter dem Titel: „Verteidigung des Heiligen. Anthropologie der digitalen Transformation“ (Herder 2021)


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