Christoph Jäger

Christoph Jäger

Institut für Christliche Philosophie

Christliche Philosophie

seit 01.04.2014

Forschung

Jägers Forschungsschwerpunkte liegen in der Theoretischen Philosophie, mit besonderen Gewichten in der Religionsphilosophie, Erkenntnistheorie, Philosophie des Mittelalters, Theorie der Willensfreiheit und Theorie der Emotionen. Methodisch vertritt er einen analytischen Ansatz, der davon ausgeht, dass wissenschaftlicher Fortschritt in Sachfragen der Philosophie durch sorgfältige Begriffsanalyse, empirische Informiertheit und kreative, aber dezidiert auf Nachprüfbarkeit hin angelegte Argumentation erreicht werden kann. In der analytischen Theorie des Wissens und Erkennens und in der Religionsphilosophie widmet Jäger sich vor diesem Hintergrund vor allem Fragen der Natur von Rationalität und adäquater Begründung. In seinen Publikationen zu mittelalterlichen und zeitgenössischen Debatten um Willensfreiheit und Determinismus argumentiert er für eine libertarische Theorie, die dafür eintritt, dass nur Entscheidungen, die nicht durch Naturgesetze oder andere, z. B. theologische Determinanten vorbestimmt sind, eine Form von Freiheit garantieren, die das Subjekt in einem hinreichend robusten Sinne zum Urheber seiner Taten und moralisch für diese verantwortlich macht. U. a. in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit KollegInnen aus der Psychologie arbeitet Jäger außerdem an einer Theorie der Meta-Emotionen: der Emotionen, die Personen gegenüber ihren eigenen Emotionen und affektiven Dispositionen haben.

Leben

Christoph Jäger, geboren in Rheine-Mesum, Deutschland, studierte Philosophie in Münster, Hamburg und, als Promotionsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, in Oxford. 1992 Magister Artium mit einer Arbeit über Sprachphilosophie („Mit Auszeichnung“), 1994 Promotion mit einer Arbeit über Selbstwissen („summa cum laude“) in Münster. Nach seiner Promotion lehrte und forschte er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Leipzig, wo er sich 2003 mit einer Arbeit über Religion und Rationalität habilitierte. 2004 wurde er mit einem Heisenbergstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet; im selben Jahr erhielt er einen Ruf auf eine Stelle als University Lecturer ans King’s College der Universität Aberdeen. 2008 trat er eine befristete Professur am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck an. Vor seinem Ruf 2014 nach Innsbruck lehrte und forschte er ferner im Rahmen verschiedener größerer Gastprofessuren in den USA, u. a. als Visiting Professor am Department of Philosophy der Georgetown University, Washington, und als James Collins Visiting Professor am Department of Philosophy der Saint Louis University.

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