Bert Hobmayer

Bert Hobmayer

Institut für Zoologie

Zoologie

seit 01.10.2009

Leben

Bert Hobmayer studierte an der Technischen Universität und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Zoologie und schloss 1987 mit dem Diplom ab. 1991 promovierte er und verbrachte anschließend zwei Jahre als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung und der JSPS am Nationalen Institut für Genetik in Mishima (Japan). Es folgten Anstellungen als wissenschaftlicher Assistent an den Zoologischen Instituten der Universitäten Frankfurt (1993-1997), Darmstadt (1997-2002) und Innsbruck (2002-2006). 2006 habilitierte er in den Fächern Zoologie und Entwicklungsbiologie und war dann als Universitätsdozent an der Universität Innsbruck angestellt. Seit 2007 ist er Vorstand des Zoologischen Institutes der Universität Innsbruck und 2009 erfolgte die Berufung auf den Lehrstuhl für Zoologie der Universität Innsbruck. Bert Hobmayer ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Forschung

Bert Hobmayer arbeitet an Fragen zur Entwicklung und Evolution der tierischen Formenvielfalt. Dabei verwendet er Vertreter von ursprünglichen Tiergruppen, welche die Entstehung der vielzelligen Tiere vor etwa 600 Millionen Jahren beleuchten. Interessanterweise besitzen diese Tiere eine äußerst ausgeprägte Regenerationsfähigkeit und besitzen einfach organisierte und gut zugängliche Stammzellsysteme. Zentrales Forschungsobjekt ist der Süßwasserpolyp Hydra, dessen Regenerationspotential so ausgeprägt ist, dass intakte Tiere über Selbstorganisationsprozesse sogar aus Gemischen von Einzelzellen reaggregieren können. Über die letzten zehn Jahre gelangen seiner Arbeitsgruppe grundlegende Experimente, die Aufschluss über die beteiligten molekularen Signalsysteme liefern und klare Konzepte zur Evolution der Baupläne der höheren Tiere erlauben. Seit zwei Jahren beschäftigt sich seine Gruppe auch mit der Evolution von Genen, die maßgeblich an der Entstehung von Tumoren beteiligt sind.

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