Ronald Gust

Ronald Gust

Institut für Pharmazie

Pharmazeutische Chemie

seit 01.04.2010

Leben

Ronald Gust wurde 1960 in Regensburg geboren. Nach seiner Schulzeit in Straubing begann er 1980 mit dem Chemiestudium, das er 1985 mit dem Diplom abschloss. 1988 erfolgte die Promotion. Nach diversen universitären und industriellen Forschungsaufenthalten entschloss er sich zur Habilitation in Pharmazeutischer Chemie, die ihm im Rahmen des ersten Sonderforschungsbereiches in der Pharmazie (SFB 234 „Experimentelle Krebschemotherapie“) als Projektleiter geboten wurde. Die Habilitation erfolgte 1994 zur Entwicklung von Platinkomplexen in der Therapie hormonabhängiger Tumoren. Als akademischer Rat und Oberassistent war er neben der Forschung auch intensiv in die Lehre eingebunden. 1996 folgte er dem Ruf auf die C3 Professur für Pharmazeutische Chemie an der FU Berlin. Im Jahr 2007 lehnte er den Ruf an die Universität Leipzig ab und übernahm den Lehrstuhl für Pharmazeutische/Medizinische Chemie an der FU Berlin. Drei Jahre später erfolgte die Berufung auf den Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie an der Universität Innsbruck. Bis dahin war er Dekan des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie der FU Berlin und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmazie.

Forschung

Der wissenschaftliche Focus von Prof. Ronald Gust liegt sowohl auf der bioorganischen als auch der bioanorganische Chemie. So entwickelt er selektive Estrogenrezeptormodulatoren (SERM), Liganden für Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren und Hemmstoffe der Cyclooxygenasen COX-1 und 2. Daneben werden auch nichtsteroidale antiinflammatorische Wirkstoffe für die Therapie der Alzheimer Erkrankung erforscht. Das Design von Metallkomplexen und Organometallverbindungen sind ein Schwerpunkt, den er im Rahmen der Entwicklung von Tumortherapeutika bearbeitet. So gelang es durch Derivatisierung des bekannten Arzneimittels Aspirin mit einem Dicobalthexacarbonyl-Clusters das Wirkprofil deutlich zu verändern und ein effektives Tumortherapeutikum zu erhalten. Auch Platinkomplexe, die sich von Zeise-Salzen ableiten und Metallsalenkomplexe sind hoffnungsvolle Leitstrukturen. Bei letzteren ist geplant die tumorhemmenden Eigenschaften über magnetische Felder zu steuern, was den Weg zu nebenwirkungsärmeren Therapien öffnen könnte.

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