Doktorand­Innen­seminar mit der Univer­sität Pavia

Im Rahmen der im September 2017 geschlossenen Kooperations­vereinbarung zwischen dem Institut für Italienisches Recht der Universität Innsbruck und der Rechts­wissenschaft­lichen Fakultät der Universität Pavia wurde auch in diesem Jahr ein spannendes zweitägiges Doktorand­Innenseminar mit einer wissenschaftlichen Tagung veranstaltet.
Die SeminarteilnehmerInnen aus Innsbruck und Pavia
Bild: Die SeminarteilnehmerInnen aus Innsbruck und Pavia. (Credit: Sabine Waibl)

Am 21. und 22. Juni 2018 fand zum zweiten Mal das jährliche DoktorandInnenseminar des Instituts für Italienisches Recht der Universität Innsbruck und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Pavia statt. Das von den Professoren Christandl (Universität Innsbruck) und Campiglio (Universität Pavia) ins Leben gerufene Seminar bot somit auch in diesem Jahr 16 DoktorandInnen beider Universitäten die einmalige Gelegenheit, ihre wissenschaftlichen Projekte vorzustellen, sich auszutauschen und internationale Kontakte zu knüpfen. Am Seminar nahmen auch acht ProfessorInnen beider Universitäten teil.

Besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Interdisziplinarität gelegt und somit wurden Forschungsergebnisse aus den verschiedensten Teildisziplinen der Rechtswissenschaft vorgestellt, von der strafrechtlichen Verantwortlichkeit durch selbstfahrende Fahrzeuge, über die Bekämpfung von Steuerparadiesen bis hin zur vertraglichen Gestaltung der Vermögensnachfolge im Falle des Todes. Die TeilnehmerInnen präsentierten auf der zweitägigen Veranstaltung Themen zum Steuerrecht, Zivil-und Handelsrecht, Strafrecht, Europa- und Völkerrecht sowie Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Von den anschließenden Diskussionen und Impulsen durch die Seminarteilnehmer konnten die Teilnehmer besonders profitieren.

Im Rahmen des Seminars fand am 22.06.2018 auch eine hochkarätige interdisziplinäre Tagung zum Thema „Willensfreiheit und Recht“ statt, in deren Rahmen die Frage aufgeworfen wurde, inwiefern die Rechtsordnung den Willen des Einzelnen respektiert und diesem zur Durchsetzung verhilft. Im Bereich des Zivilrechts ging Carlo Granelli (Universität Pavia) der Frage nach, inwiefern die Gerichte den Willen der Vertragsparteien respektieren. Margareth Helfer (Universität Innsbruck) beschäftigte sich aus vergleichender Perspektive mit der Frage der strafrechtlichen Verantwortung bei Entscheidungen am Ende des Lebens. Dieses Thema des Respekts der Rechtsordnung von Entscheidungen über das Lebensende behandelt auch Andrea Gratteri (Universität Pavia) aus der Perspektive des Verfassungsrechts.

Das gemeinsame Seminar hat sich auch in diesem Jahr wieder als großer Erfolg für alle TeilnehmerInnen erwiesen und wird im nächsten Jahr wieder in Pavia stattfinden.

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