Denk­stun­de der Univer­sitä­ten

Die beiden Innsbrucker Universitäten dachten vergangene Woche an jene Angehörigen der Universität, die nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938 ausgeschlossen, vertrieben und ermordet worden waren.
Denkstunde
Bild: Denkstunde vor dem Mahnmal auf dem Gelände der Universitätskliniken (Credit: David Bullock)

MitarbeiterInnen und Studierende beider Universitäten versammelten sich am 13. März beim Mahnmal am Gelände der Universitätskliniken, das von der Künstlerin Dvora Barzilai gestaltet worden war. Medizin-Uni-Rektor W. Wolfgang Fleischhacker und Rektor Tilmann Märk eröffneten gemeinsam die jährlich stattfindende Denkstunde. Beide betonten die hohe Bedeutung der Erinnerung, insbesondere unter dem Aspekt „Niemals wieder“. Gerade heuer erlangte die Denkstunde besondere Aufmerksamkeit: „Dieses Geschehen bleibt für immer ein schwarzer Fleck in unserer fast 350-jährigen Geschichte und es wird daher auch in diesem Jahr, im 350. Jahr seit der Gründung der Universität, unsere Aufgabe sein, die letzten dunklen Flecken der Nazi-Vergangenheit endlich in verantwortungsvoller Weise aufzuklären“, betonte Rektor Märk.

In weiteren Ansprachen hielt der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Günter Lieder, die Erinnerungen an Ausgrenzung, Vertreibung und Ermordung aufrecht und die Innsbrucker Historikerin Gisela Hormayer ging auf Einzelschicksale von der Universität ausgeschlossener und vertriebener Jüdinnen und Juden ein.

Oberkantor Shmuel Barzilai gab der Veranstaltung einen gesanglich eindrucksvollen Rahmen.

(David Bullock/Red.)

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