Symbolbild zum Buchtipp: Buchrücken

Buch­tipp: Was heißt Öster­reich?

Überlegungen zum Feld der Austrian Studies im 21. Jahrhundert: Der vorliegende Sammelband fasst die Ergebnisse verschiedener Veranstaltungen des Doktoratskolleg „Austrian Studies“ zusammen.

Cover des Buchs „Was heißt Österreich?“

Seit 2017 besteht an der Universität Innsbruck das Doktoratskolleg „Austrian Studies“. Sein Ziel ist es, eine interdisziplinäre Plattform der Zusammenarbeit in Lehre und Forschung sowohl aus der Innen- als auch aus der Außensicht bereitzustellen. Der im Titel genannte Begriff „Austrian“ wird dabei dynamisch und prozesshaft aufgefasst als ein von unterschiedlichen Gesellschaften und Wissenschaftskulturen produzierter und vielfältig vernetzter „Kulturraum“ ausgehend vom Heiligen Römischen Reich, über die Habsburgermonarchie bis in die unmittelbare Gegenwart. Die Frage „Was heißt Österreich?“, der sich die Kollegiat:innen stell(t)en, wurde und wird daher auch nicht aufgeworfen, um bündige Antworten zu geben. Vielmehr beinhaltet sie eine andauernde Aufforderung zur Reflexion, zur Diskussion und zum Wechsel der Perspektive(n) – der fachlichen, inhaltlichen, zeitlichen und räumlichen. Dem wurde im Frühherbst 2019 durch mehrere Aktivitäten Rechnung getragen: So führte eine Exkursion Studierende und Lehrende des Innsbrucker Doktoratskollegs in die Hauptstadt des Kantons Herzegowina-Neretva in der Föderation Bosnien und Herzegowina. Über Zagreb und Belgrad nach Sarajevo reisend, wurde auch die Stadt Mostar mit der „Alten Bücke“ (Stari most), Sinnbild des kulturellen Austauschs und der Verständigung, besucht. Fortgesetzt wurde die Reflexion der Frage „Was heißt Österreich?“ sodann im Spätherbst 2019 im Rahmen einer interdisziplinären, internationalen Tagung in Innsbruck zum Themengebiet „Austrian Studies“ sowie durch zwei Klausurtagungen mit Gastvorträgen im Wintersemester 2019/20 und 2020/21. Der nun vorliegende Sammelband mit Beiträgen von Dzevad Karahasan (Sarajevo), Jurko Prahasko (Lemberg), Pieter M. Judson (Florenz), Dagmar C. Lorenz (Chicago), Yasir Yilmaz (Wien), Matthew Rampley (Brno), Philip V. Bohlmann (Chicago) und Ursula Hemetek (Wien) führt die Ergebnisse dieser Veranstaltungen zusammen. Die Frage „Was heißt Österreich?“ wird darin aus kultur- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive sowie aus der Perspektive der Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft und nicht zuletzt aus der Sicht des Literaten (D. Karahasan) beleuchtet. Österreich lässt sich nicht nur in wechselnden historischen Kontext topographisch und geographisch ver,orten‘, sondern ist auch als ein von transnationalen kulturellen Austausch- und Transferprozessen geprägter Fiktions- und Erinnerungsraum zu verstehen, den Literatur, Bildende Kunst, Musik und Architektur in unterschiedlichen Darstellungen und Funktionen hervorgebracht haben und hervorbringen. Dazu will der vorliegende Band Anregungen geben und neue Einsichten vermitteln.

Informationen zum Buch

Was heißt Österreich? Überlegungen zum Feld der Austrian Studies im 21. Jahrhundert.
Doktoratskolleg Austrian Studies Innsbruck
Sieglinde Klettenhammer & Kurt Scharr.
Klagenfurt/Celovec–Wien–Ljubljana–Berlin: Wieser (Dezember) 2021.
ISBN 978-3-99029-469-7 

aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge

Nach oben scrollen