20 Jahre pro­jekt.ser­vice.büro

Das projekt.service.büro der Universität Innsbruck wurde vor zwanzig Jahren gegründet. Zu Beginn des Jahrtausends war es eine der ersten Forschungs­service-Einrichtungen an einer österrei­chischen Universität. Wie hoch der Bedarf für diese Dienst­leistungen ist, zeigt der starke Anstieg der Drittmittel­erlöse in den letzten Jahren.
 Das projekt.service.büro arbeitet intensiv mit allen im Drittmittelbereich tätigen Verwaltungseinheiten zusammen und bietet Forscherinnen und Forschern ein umfassendes Service.
Bild: Das projekt.service.büro arbeitet intensiv mit allen im Drittmittelbereich tätigen Verwaltungseinheiten zusammen und bietet Forscherinnen und Forschern ein umfassendes Service. (Credit: colourbox.de)

Vor über zwanzig Jahren hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck, darunter auch der Leiter des projekt.service.büros Kurt Habitzel, die Idee, die professionelle Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Einwerbung von Forschungsgeldern zu institutionalisieren. Sie konnten das damalige Rektorenteam von der Idee überzeugen, und am 1. Oktober 2000 wurde das projekt.service.büro (psb) gegründet. „Das projekt.service.büro, das ich seit mittlerweile fast 17 Jahren erst als Vizerektor für Forschung und später als Rektor der Universität begleite, ist eine Erfolgsgeschichte an unserer Universität: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden hier die kompetente Unterstützung, die sie neben ihrer wissenschaftlichen Expertise brauchen, um international erfolgreich zu sein“, erklärt Rektor Tilmann Märk.

Aufgaben ausgebaut

Mit der Namensschöpfung projekt.service.büro hat das Forschungsservice der Universität Innsbruck heute noch ein Alleinstellungsmerkmal in der österreichischen Universitätslandschaft. „Am Anfang wollten wir den Forscherinnen und Forschern vor allem die Einwerbung und Abwicklung von Drittmitteln erleichtern. Inzwischen haben sich unsere Aufgaben deutlich erweitert“, berichtet Kurt Habitzel. Die Einführung des Universitätsgesetzes 2002 verlangte eine Professionalisierung des Drittmittelbereichs und des Technologietransfers: So kamen die Drittmitteladministration und -dokumentation, das Berichtswesen, die Verwertung von geistigem Eigentum, die Prüfung, Erstellung und Verhandlung von Verträgen, die Aufenthaltsbewilligungen für Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland, die Geschäftsstellen für den Ethikbeirat und das Tierschutzgremium sowie die internen Fortbildungen im Rahmen der Personalentwicklung als Aufgabenbereiche hinzu. „Damit einher ging ein deutlicher Anstieg des Drittmittelaufkommens und des Technologietransfers an der Universität“, sagt Habitzel, der auch die Unterstützung und Förderung des projekt.service.büros durch das Rektorat hervorhebt. Aus zwei Halbtagesstellen vor zwanzig Jahren wurde so eine Abteilung mit mittlerweile 15 Expertinnen und Experten in den Bereichen der Antragsberatung, des Vertragsmanagements, der Drittmitteladministration und des geistigen Eigentums.

One-Stop-Shop

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des psb kommen aus der Forschung oder haben mehrjährige Berufserfahrung in der Wirtschaft. Sie kennen deshalb die Schwierigkeiten, denen unsere Forscherinnen und Forscher im Drittmittelbereich gegenüberstehen“, erzählt Kurt Habitzel. „Darum haben wir auch ein One-Stop-Shop Konzept verwirklicht, das auf der intensiven Zusammenarbeit mit den anderen im Drittmittelbereich tätigen Verwaltungseinheiten, wie Budget & Controlling, Finanzabteilung und Personalabteilung beruht. Außerdem gibt es einen wöchentlichen Jour Fixe mit unserer Vizerektorin Ulrike Tanzer. Das projekt.service.büro pflegt zudem engen Kontakt zu den Förderstellen und tauscht sich intensiv mit den anderen österreichischen Universitäten in einer Arbeitsgemeinschaft der Forschungsservices aus.

50-Millionen-Grenze erreicht

Das Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck im Drittmittelbereich ist in den letzten Jahren stark gestiegen. So hat die Summe der Drittmittelerlöse 2019 erstmals die 50-Millionen-Grenze überschritten. Die Zahl der FWF-Anträge stieg von 158 (2009) auf 232 (2019), die Bewilligungssumme beim FWF lag 2019 bei äußerst beachtlichen 24,5 Mio. Euro. Und auch bei anderen Fördergebern, wie bei der Europäischen Union, sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Alma mater ungemein erfolgreich. So konnten 11 Angehörige der Universität Innsbruck hoch kompetitive ERC Grants im derzeit noch aktuellen Rahmenprogramm der EU einwerben. Damit zählt die Universität Innsbruck zu den erfolgreichsten Drittmitteleinwerbern der österreichischen Forschungslandschaft.  

Zudem wurden der Universität von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2004 insgesamt 350 Erfindungen gemeldet. Die Universität Innsbruck bzw. ihre Verwertungspartner halten derzeit 79 Patentfamilien aufrecht.

Diese Zahlen sprechen für sich. „Das projekt.service.büro steht bei der Einwerbung und der Umsetzung der drittmittelfinanzierten Projekte unseren erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als starker Partner zur Seite“, so Ulrike Tanzer. Und so soll es auch die nächsten zwanzig Jahre bleiben. Mindestens.

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