100 Laien­dolmet­scher pro­fessio­nali­siert

Anfang Juli haben die Absolventinnen und Absolventen des fünften Universitäts­kurses zur Professio­nalisierung von Laien­dolmetscherinnen und -dolmetschern in feierlichem Rahmen ihre Zertifikate entgegen­genommen. Die beiden Kursleiterinnen Elvira Iannone und Katharina Redl, die externen Referentinnen und Referenten sowie Vizerektor Bernhard Fügenschuh sind stolz auf die Teilnehmenden.
Gruppenfoto vom Abschluss Community Interpreting
Bild: Die Teilnehmenden des Universitätskurses Community Interpreting. (Credit: Uni Innsbruck)

„Eine der schlimmsten Situationen ist es, sprachlos zu sein, nicht formulieren zu können, was man möchte. Sie als Dolmetscherinnen und Dolmetscher helfen anderen, diese Sprachlosigkeit zu überwinden. Ich danke Ihnen, dass Sie sich an der Universität Innsbruck weitergebildet haben, und zwar nicht nur für sich, sondern auch im Dienste der Gesellschaft“, so formulierte es Vizerektor für Lehre und Studierende Bernhard Fügenschuh bei der Zertifikatsverleihung des im Sommersemester 2017 zum mittlerweile fünften Mal durchgeführten Universitätskurses „Community Interpreting – Professionalisierung für Laiendolmetscherinnen und -dolmetscher im sozialen, medizinischen, psychotherapeutischen und kommunalen Bereich“ am 6. Juli in der Claudiana. „Einer von Ihnen ist der 100. Kursteilnehmer oder die 100. Kursteilnehmerin, aber ich möchte, dass Sie sich alle als 100. fühlen“, so VR Fügenschuh weiter.

Die geschulten Dolmetscherinnen und Dolmetscher stehen nun dank ihrer im Kurs weiterentwickelten Dolmetschkompetenz öffentlichen Einrichtungen mit Dolmetschbedarf wie den Bezirkshauptmannschaften oder dem Stadtmagistrat, Krankenhäusern und Beratungsstellen mit verschiedenen Angeboten in Tirol und darüber hinaus zur Verfügung. Die Kontaktdaten von jenen Absolventinnen und Absolventen, die zugestimmt haben, diese zu veröffentlichen, sind über eine Liste auf der Website des Landes Tirol online zugänglich. Darauf sind sogar Dolmetscherinnen und Dolmetscher für seltene Sprachen wie Amharisch, Somali, Bulgarisch, Paschtu, Rumänisch oder Thailändisch vertreten. Die Dolmetscherinnen und Dolmetscher des 5. in Innsbruck gehaltenen Universitätskurses, der in adaptierter Form auch drei Mal für das Magistrat der Stadt Wels stattgefunden hatte, decken ebenfalls ein breites Sprachspektrum an sogenannten Flüchtlings- und Migrationssprachen ab: Arabisch, Albanisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Dari, Georgisch, Kurdisch, Paschtu, Ukrainisch, Ungarisch, Tadschikisch und Türkisch.

Für die Absolventinnen und Absolventen werden nach diesem ersten, berufsbegleitenden Universitätskurs weitere aufbauende Seminare im Bereich Community Interpreting angeboten – beispielsweise als nächstes ein Seminar zur Notizentechnik im Herbst. Die Anmeldung für alle Absolventinnen und Absolventen aus Innsbruck und Wels ist bereits möglich.

(Katharina Redl/ Elvira Iannone)


Unileben aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge