Reflektierender Sprachenvergleich

 

Forschungsauftrag des Bundesinstitutes für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (Bifie)

 Logo Bundesinstitut bifie (Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens)

 

Koordination: Ulrike Jessner-Schmid in Zusammenarbeit mit Barbara Hinger

Erstellung sprachfachübergreifendes Material (anfänglich Englisch, Französisch, Latein und Spanisch) als Handreichung für GymnasiallehrerInnen

Projektbeginn: vermutlich Herbst 2009
Summe: ca. € 100.000

 

Reflektierender Sprachenvergleich und Mehrsprachigkeitsdidaktik werden in allen einschlägigen Publikationen des Europarates und der EU als unabdingbare, GERS-konforme Prinzipien des Fremdsprachenlehrens und –lernens gefordert. Daher sind diese methodisch-didaktischen Zugänge in den Lehrplänen für die lebenden Fremdsprachen verankert. Mehrsprachigkeitsdidaktik und Reflektierender Sprachvergleich als Unterrichtsprinzip beschränkt sich nicht auf lebende Fremdsprachen, sondern betrifft auch die Muttersprache und Latein als wesentliche Bezugssysteme.

Damit reflektierender Sprachenvergleich zu einer selbstverständlichen Haltung beim Spracherwerb wird, müssen unsere SchülerInnen durchgängig dabei unterstützt werden, (Vor)Wissen über andere bzw. aus anderen Sprachen zu aktivieren und lexikalische, syntaktische, morphologische und diskursive Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Zielsprache, der Muttersprache und allen bisher gelernten Fremdsprachen herauszuarbeiten und somit für den Spracherwerb und die Sprachanwendung nutzbar zu machen.

Zugleich müssen FremdsprachenlehrerInnen dazu befähigt werden, diese Form der Mehrsprachigkeitsdidaktik umzusetzen. Ständige Rückverweise und – wenn pädagogisch sinnvoll – Vorverweise sollten den Unterricht begleiten und damit in unseren SchülerInnen das Bewusstsein für schon vorhandenes Wissen schaffen und die Bereitschaft kultivieren, dieses Wissen für sich systematisch zu erschließen.