Förderkreis 1669-Projekt: Kabellose Sensoren

Smart Health ist Trend in der Forschung, soll aber auch den praktischen Einsatz in der Medizin erreichen. Bisherige EKG-Geräte mit Klebeelektroden sind unkomfortabel und führen zu einer unbequemen Bewegungseinschränkung durch die Verkabelung des Patienten. Das ist besonders störend bei Langzeitmessungen. Das vom Förderkreis 1669 unterstützte Projekt passive Herzfrequenzmessung mithilfe intelligenter Textilien soll dem entgegenwirken. Hier stehen Patientenfreundlichkeit und maximaler Bewegungsradius im Zentrum. Dies gelingt mit UHF-RFID Transpondern. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, bei der ein Lesegerät (Reader) mit passiven Transpondern (Tags) kommuniziert. Die passiven Tags besitzen keine eigene Energieversorgung. Der Reader überträgt nicht nur Daten, sondern übernimmt mit der ausgesendeten elektromagnetischen Welle auch zugleich die Energieversorgung des Tags. Sensoren können somit Kabellos und ohne Batterie betrieben werden, sobald sie sich im Versorgungsbereich eines Readers befindet. Das reduziert den Platzbedarf der peripheren Technik und erhöht den Tragekomfort. Diesem steht als primäre Herausforderung das minimale Versorgungsbudget gegenüber. Sämtliche Prozessschritte der Bereitstellung der Herzfrequenzdaten sind hierfür als Ultra Low Power Konzept ausgeführt, von der EKG-Messung über Signalverstärkung, Datenverarbeitung, Controlling bis hin zur Datenrückmeldung an den Reader. Für den Patienten selbst soll die eingesetzte Technik kaum zu spüren sein. Das Institut für Textilchemie webt hierfür EKG-Sensoren in ein T-Shirt ein. Zusammen mit der Sensorplattform des Instituts für Mechatronik entsteht somit die Basis für ein passives EKG-Monitoring.

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Quelle Video: Universität Innsbruck/Förderkreis 1669


1669 Walk
Quelle: Birgit Pichler (Fotocredit) und  «mit freundlicher Genehmigung Förderkreis 1669»
1669 Walk 2
Quelle: Birgit Pichler (Fotocredit) und  «mit freundlicher Genehmigung Förderkreis 1669»

 

 


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