Neue Rundschau 2008_4

Neue Rundschau. Jg. 119 (2008), Nr. 4, S. 81-85

Der Glamour des Romans. Zum Deutschen Buchpreis / von Ernst Wilhelm Händler

Ernst Wilhelm Händler reflektiert in seinem kurzen Essay über den Roman als Gattung und die Auszeichnung vorgeblich "bester deutschsprachiger Romane" mit dem Deutschen Buchpreis: "Der Roman macht sich Gedanken, aber im Regelfall nur über sich selbst. Die Wettbewerber arbeiten ständig an ihrer USP, ihrer Unique selling proposition, an ihrem Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Wettbewerbern. Der Roman hat allen übrigen Kunstformen eins voraus: Begrifflichkeit. Die Akteure des Literaturbetriebs werden - naturgemäß - niemals so gut aussehen. In einer Zeit, in der die Menschen lieber fühlen als denken wollen, besteht der Glamour des Romans darin, dass Leser und Autor fühlen und denken."

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